„LEGIDA BLOCKEN“: Flashmob der ver.di Studis auf dem Uniplatz

8. Januar 2015 | Vermischtes | 11 Kommentare

Am Mittwoch hatten die ver.di Studis der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu einem Flashmob vor der Mensa Tulpe auf dem Uniplatz aufgerufen. Das Motto lautete: „Gegen rassistische Hetze – Für ein buntes und weltoffenes Sachsen und Sachsen-Anhalt!“. Hintergrund ist der vom islamfeindlichen Bündnis LEGIDA für kommenden Montag, den 12.1. angekündigte Protestmarsch in Leipzig.
Legida
Man wolle nicht zulassen, dass die LEGIDA ihre menschenverachtenden Inhalte ungehindert auf die Straße bringe, so Marco Pellegrino, Mitglied der ver.di Studis und Mitorganisator des Flashmobs.

Pünktlich um 11.40 Uhr fanden sich ca. 50 Studierende sowie Bürger der Stadt Halle ein, um symbolisch die Mensa Tulpe zu blockieren. Hiermit wollte man auf die Möglichkeit der Anwendung des zivilen Ungehorsams im Rahmen der Gegenproteste am 12.1. aufmerksam machen.
Beworben wurde darüber hinaus die gemeinsame Anfahrt mit dem Zug vom Hauptbahnhof Halle am 12.1. um 16 Uhr, welche vom Grünen Stefan Krabbes organisiert wird.

Abgesehen von der symbolischen Blockade machten die ver.di Studis durch das Bemalen von Transpis mit dem Spruch „12.1. – LEGIDA BLOCKEN!“ und in Form von drei kurzen Redebeiträgen auf sich aufmerksam.

Besondere Zwischenfälle gab es keine, auch wenn ein NPD-Mann im Vorfeld der Aktion auf einer von ihm betriebenen Website angekündigt hatte, die Polizei über die Aktion zu informieren, da diese seiner Meinung nach als Demonstration hätte angemeldet werden müssen. „Was ihn da geritten hat, wissen wir beim Besten Willen nicht.“, so Pellegrino. Zwar sei die Polizei tatsächlich erschienen, jedoch um die Veranstaltung vor einem eventuellen Auftauchen von Rechtsextremisten zu schützen.
(Foto: Uni)

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