Hallenser strömen zu Tausenden in die Labore und Forschungseinrichtungen

6. Juli 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Halle will so vieles sein: Händelstadt, Kulturhauptstadt, Sportstadt … einmal im Jahr wird aber bewiesen, dass der Titel „Stadt der Wissenschaft“ doch ganz gut zutrifft. Dann öffnen Labore, Forschungseinrichtungen und Institute ihre Pforten. Auch die 12. Ausgabe der Langen Nacht der Wissenschaften war wieder ein voller Erfolg. 70 Einrichtungen lockten mit mehr als 320 Veranstaltungen, die die Hallenser begeistert annahmen.

So denkt sich das Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) in jedem Jahr neue Mitmachaktionen aus. In diesem Jahr war Wettmelken an einer Plastikkuh angesagt. Gleich nebenan flogen die Gummistiefel – denn hier galt es, die Treter möglichst weit zu werfen.

Den Hochwasserschäden zum trotz war auch das Planetarium auf der Peißnitz dabei, wenn auch mit einem abgespeckteren Programm. Der Astroverein informierte in Kurzvorträgen über astronomische Ereignisse, wie den Meteoriteneinschlag vor wenigen Wochen in Russlands. Auch in die Sterne konnten Besucher schauen.

Die Leopoldina zeigte die interaktive Wissensausstellung „Von der Idee zur Erkenntnis“. In der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) konzipierten Ausstellung, die noch bis 2. August gezeigt wird, vollziehen Besucher den Weg herausragender Forschungsprojekte nach, von einer erstaunlichen Beobachtung über mutige Versuche bis hin zu neuem Wissen oder innovativen Lösungen. Auf zehn multimedial gestalteten Inseln erfährt der Betrachter, wie man Ölunfälle auf hoher See bekämpfen kann, warum Schleiereulen so gut hören können oder was Gitarrensaiten mit Nano-Sensoren gemeinsam haben. Neben der bunten Vielfalt der Themen richtet die Ausstellung den Blick auch auf die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hinter den Projekten.

In den Franckeschen Stiftungen stand auch zur Wissenschaftsnacht der 350. Geburtstag des Stiftungsgründers im Mittelpunkt. So öffnete im Krokoseum „Franckes Geheimlabor“ mit Mitmachaktionen rund um Rezepte, Tinkturen und Glücklichmacher aus dem Waisenhausnachlass. Im Lindenhof gab es ein virtuelles „Francke-Denkmal 2.0“ zu sehen, konzipiert vom Nachwuchsforum Geschichte der Franckeschen Stiftungen.

Mit am Start war auch das Diakoniekrankenhaus. Dort wurde beispielsweise demonstriert, wie ein Computertomograph funktioniert. Blicke durften in die Endoskopie-Abteilung und den OP geworfen werden. Seine Pforten geöffnet hatte zudem das Universitätsklinikum.

Um die Welt der Steine ging es im Institut für Geowissenschaften. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ öffnete sein Genlabor in der Küche. Kinder konnten hier DNA aus Obst und Gemüse gewinnen. Am Friedemann-Bach-Platz stellte sich das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität vor, das neue entstehende Naturkundemuseum. Dort war beispielsweise eine Sammlung historischer physikalischer Geräte zu sehen. Zudem konnten die Hallenser vom Dach des markanten Gebäudes gegenüber der Moritzburg den Abendhimmel über Halle genießen oder bei den Amateurfunkern vorbeischauen.

Eines der großen Highlights war das Feuerwerk am Von-Seckendorff-Platz.

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