Krankensituation bei der Berufsfeuerwehr hat sich verbessert

2. Februar 2016 | Vermischtes | Keine Kommentare

In den vergangenen Tagen hat sich durch den Großbrand in einer Lagerhalle am Hafen in Halle-Trotha wieder gezeigt, wie wichtig eine gut funktionierende Feuerwehr für die Stadt ist. Neben der Berufsfeuerwehr kamen auch sechs Freiwillige Feuerwehren zum Einsatz.

Doch stößt die Berufsfeuerwehr in den kommenden Jahren an ihre personellen Grenzen? Denn das Durchschnittsalter steigt. Und durch die Einsatzkräfte sind gesundheitliche Anforderungen zu erfüllen. Erfüllen die Feuerwehrleute diese körperlichen Normen nicht mehr, beispielsweise durch Erkrankungen, dann dürfen sie auch nicht mehr zu Einsätzen fahren.

Beim Weihnachtsbesuch von Oberbürgermeister Bernd Wiegand war dies unter anderem ein Thema. Angesprochen wurde dabei die Schaffung sogenannter Sozialstellen. Dort könnten diese Kameraden eingesetzt werden. Möglich wäre ein Einsatz bei der Wartung in der Atemschutzwerkstatt, bei der Fahrzeugwartung oder der Schlauchpflege. Problem ist jedoch das Beamtenrecht, das solche Sozialstellen nicht vorsieht.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat trotzdem einmal nachgebohrt. So erkundigten sich die Politiker unter anderem, in welchem Rahmen sich der aktuelle Krankenstand bewegt. Die Situation hat sich dabei nach Angaben der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren sogar etwas gebessert. So lag der durchschnittliche Krankenstand im Jahr 2013 bei 12,9 Prozent. Sprich: im Durchschnitt fehlten am Tag 13 von 100 Feuerwehrleuten wegen Krankheit. Im Jahr 2014 besserte sich der Wert auf 10,8 Prozent, im vergangen Jahr waren es 6,74 Prozent. Aktuell beträgt der Wert für Januar 4 Prozent.

Momentan erfüllen nach Auskunft von Oberbürgermeister Bernd Wiegand drei Beamte des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht die Anforderungen des 24h-Schichtdienstes. Diese werden im Tagesdienst der Feuerwehr und in der Abteilung Stadtordnung eingesetzt, also dem Ordnungsamt.

Spannend wird jedoch auch, wie sich der Bau der dritten Feuerwache an der Delitzscher Straße auswirkt. Denn mehr Feuerwehrleute werden trotzdem nicht eingestellt. Die Feuerwehrmänner der neuen Wache werden von der Haupt- und Südwache abgezogen. Ausgestattet wird die Wache mit einer neuen Drehleiter sowie einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF2) der Südwache.

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