Knoblauchsmittwoch auf der Würfelwiese, Shrek-Esel feierte mit

27. Mai 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Wer vom Robert-Franz-Ring auf die Würfelwiese einbog, der hatte schon den Geruch von Knoblauch in der Nase. Und das nicht ohne Grund, denn hier fand der wieder zur Tradition gewordene Knoblauchsmittwoch statt. Es war die mittlerweile 13. Auflage der Neuzeit.

Doch der Auftakt war schon am frühen Morgen. Wagemutige Männer und Frauen stürzten sich in die Fluten der Saale. Und Abends wurde dann gefeiert. Zwar fand der Umzug mit Esel aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht statt, doch das Tier durfte zumindest zum Auftakt des Abends nicht fehlen. Und zwar im Plastikformat. Denn der Shrek-Esel, der den Brunnen am Alten Markt zierte, stand – umrahmt von Knoblauchzehen – auf der Würfelwiese. Es handelt sich um Schrek-Esel Nummer III.

Gereicht wurden Knoblauchwürste von der Biofleischerei Hündorf, Knoblauchsuppe vom Goldenen Herz, Knoblauchhonig vom Bienenhof Lochwitz, Landsberger Bier und Knoblauch pur vom Obsthof Höhnstedt. Hinzu kamen musikalische Einlagen von den Halle Saalern. Allerdings war das Bier schon kurz nach 8 alle. Eine halbe Stunde später war für Nachschub gesorgt.

Die Schirmherrschaft hatte auch diesmal woeder Oberbürgermeister Bernd Wiegand übernommen, der nach Ende der Stadtratssitzung vorbei schaute. Unter den Feiernden waren auch zahlreiche Stadträte, der Ex-Präsident des Statistischen Landesamtes Manfred Scherschinski und Ex-Polizeipräsident Walter Schumann.

Bereits im vergangenen März erhielt die Knoblauchsmittwochsgesellschaft das Prädikat “gemeinnützig”. Seit dem dürfen für Spenden und Beiträge entsprechende Quittungen ausgestellt werden, welche bei der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Ebenso ist damit die weitere gebührenfreie Führung des Kontos sichergestellt.

Das Fest hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1871 ließ der damalige Polizeipräsident das Fest auf Druck von Hermann Fiebiger, dem Vorsitzenden des Hallischen Verschönerungsvereins, verbieten. Festbesucher hatten die 1867 angelegten Rasenflächen und Rabatten der Würfelwiese mehrmals zertrampelt. Übrigens ist die Knoblauchsmittwochsgesellschaft nicht nachtragend, so wurde 2007 die Reinigung der Fiebiger-Säule auf der Würfelwiese mit unterstützt.



Allerdings schwebten in den letzten Jahren der Wiederbelebung auch immer wieder dunkle Wolken über dem Fest, vor allem wegen mangelnder Unterstützung durch die Stadt und Kostenbescheiden für das gemeinnützige Fest. Und so fiel das 2002 wiederbelebte Fest in den vergangenen Jahren mehrfach ins Wasser beziehungsweise fand im kleinen Rahmen statt.

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