Kleidertausch in der Pusteblume in Halle-Neustadt

24. April 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Freitag, dem 25.04.2015, lädt Greenpeace Halle ab 16 Uhr zum kostenlosen Kleidertausch im Mehrgenerationenhaus Pusteblume Halle-Neustadt (Zur Saaleaue 51) ein. Parallel dazu wird ein Workshop der „tjaja“ (Anja Posern) angeboten, in dem gezeigt wird wie aus alten Kleidungsstücken Schmuck hergestellt werden kann.

Damit möchte die Umweltorganisation ein Zeichen setzen gegen den hohen Verbrauch neuer Kleidung und die Folgen von Altkleiderexporten aus Deutschland. Mitgebrachte Kleidung, Kinderkleidung, Schuhe, Taschen etc. können gegen Sachen von anderen Teilnehmern getauscht werden. Im Anschluss wird gegen 18 Uhr der Film „Second Hand“ gezeigt, welcher den Weg unserer Altkleider um die gesamte Welt aufzeigt. Zusätzlich wird kostenlos veganer Bio-Kuchen angeboten.

„Tagtäglich wandern Unmengen Klamotten über die Ladentheken, die mit Chemikalien belastet sind und für die Textilarbeiter in fernen Ländern schuften mussten. Das wollen wir nicht“, sagt Julia Pleintinger von Greenpeace Halle. Immer mehr gute und noch tragbare Kleidung wird für neu Gefertigtes weggeworfen. Um das „Ausmisten“ des Kleiderschrankes und die Lust auf „Neues“ in eine kommunikative, nachhaltige und informative Veranstaltung zu verwandeln, werden immer häufiger Kleidertauschbasare angeboten. Alle Teilnehmenden profitieren dabei gleichermaßen, denn einige können zuhause Platz schaffen, die anderen nehmen tolle neue Sachen mit.

Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 750.000 Tonnen Gebrauchttextilien zusammen. Das entspräche einer LKW-Schlange von Kiel bis München gefüllt mit Kleiderbeuteln. So verhält sich auch in den anderen reichen Ländern. Große Mengen dieser Kleidung wird einfach weggeworfen und entgeht somit einem möglichen Recycling oder einer Wiederverwendung. Immer öfter werden diese Textilien auch im guten Sinne gespendet, aber dann in Entwicklungsländer verschifft und deren heimische Märkte geschädigt, wie in Tansania. Jedoch werden sie nur in sehr kleinen Mengen als Second-Hand-Ware hierzulande wiederverwendet. Dies ist jedoch viel sinnvoller als die andauernde Produktion neuer, kurzlebiger Kleidung, denn allein die Verarbeitung eines Kilogramms Baumwolle bedarf über 25.000 Liter Wasser und jede Menge giftiger Pestizide und Chemikalien. Diese belasten Gewässer und reichern sich in der Nahrungskette an. Auch sind Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern aufgrund der niedrigen Abnahmepreise und der schnelllebigen Trends in den Industrieländern oft nicht menschenwürdig. Eine lange Lebensdauer und Benutzung der Textilien schont somit Umwelt und Mensch.

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