Keine Legionellen-Gefahr in Halle

31. Januar 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

In München gab es kürzlich Legionellen-Alarm sogar im Rathaus. In Halle (Saale) können die Menschen dagegen aufatmen. So hat die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) in den vergangenen Monaten das warme Trinkwasser ihrer Bestandswohnungen auf Legionellen überprüfen lassen.

Insgesamt wurden 1.718 Proben in 395 Objekten untersucht. Alle ermittelten Werte lagen unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 100 Koloniebildenden Einheiten (KBE) je 100 Milliliter Wasser. Das Trinkwasser ist damit einwandfrei und kann bedenkenlos genutzt werden.

„Die Ergebnisse sind eindeutig. Unsere Mieter können beruhigt Duschen, Baden oder Zähneputzen“, sagte Stefanie Völke, Stabsstelle Wohnungswirtschaft der HWG. „Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Anfragen von Mietern, die wissen wollten, ob vom Trinkwasser gesundheitliche Risiken ausgehen. Dies können wir nun mit Blick auf unseren Wohnungsbestand ganz klar verneinen“, so Völke weiter. Am 1. November 2011 trat die bundesweit gültige Trinkwasserverordnung in Kraft, nach der Vermieter verpflichtet sind, das Trinkwarmwasser ihrer Bestandswohnungen bis 31. Oktober 2012 auf Legionellen zu untersuchen. Durch eine Novellierung des Gesetzes am 12. Oktober 2012 im Deutschen Bundesrat, haben Vermieter nun bis 31. Dezember 2013 Zeit, die Trinkwasserprüfung durchzuführen. Eine Wiederholung der Trinkwasserprüfung ist alle drei Jahre notwendig.

Legionellen sind Bakterien, die vor allem im warmen Wasser bzw. in stillstehendem Wasser (z.B. selten genutzte Wasserleitungen) leben. Eine Gefahr besteht für den Menschen, wenn mit Legionellen belastete Wassertröpfchen zum Beispiel beim Duschen eingeatmet werden. Häufigste übertragene Krankheit ist die Legionärskrankheit. Diese äußert sich unter anderem durch Fieber, Atemnot, Kopfschmerzen und Übelkeit.

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