Kein guter Ton ohne guten Lohn: Flashmob gegen Kürzungen bei der Uni Halle

13. April 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Ein Kampfkanon mit Dissonanzen erklingt am Montag auf dem Uniplatz in Halle (Saale). Unter dem Motto „Kein guter Ton ohne guten Lohn“ werden Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Musik am 14. April um 16 Uhr auf dem Universitätsplatz, vor dem Rektorat, einen Flashmob gegen schlechte Bezahlung, fehlende Verträge und ausfallenden Unterricht durchführen.
kampfkanon
Anlass ist ein Treffen um 16:30 Uhr zwischen dem Rektorat der Martin-Luther-Universität, dem Dekanat und dem Leiter des Instituts für Musik. Dabei wird über erhöhte Mittelzuweisung verhandelt, um den Lehrbeauftragten Verträge mit akzeptablen Bedingungen ausstellen zu können. Lehrbeauftragte wollen diese Gelegenheit für einen Flashmob nutzen, um ihre Forderungen nach besseren Verträgen laut zu artikulieren. Die Studierenden solidarisieren sich und fordern von der Universitätsleitung gleichzeitig ihr Recht auf Unterricht ein.

Derzeit haben viele der als Selbstständige arbeitenden Lehrbeauftragten des Instituts für Musik keinen Vertrag. Die vom Rektorat zur Verfügung gestellten Mittel reichen nicht, um ihnen überhaupt Verträge auszustellen. Dadurch findet in vielen Bereichen gar kein Unterricht statt. Selbst die bisher gezahlten Vergütungen von 15€ pro Stunde sind nicht akzeptabel. Diese Vergütung ist weit unterdurchschnittlich. Beispielsweise erhalten Lehrbeauftragte für Musik an der Uni Weimar über 50€ pro Stunde.
Ohne Lehrbeauftragte kann die Universität den Unterricht jedoch nicht absichern. Studierende und Lehrbeauftragte fordern einhellig gute Löhne, damit die Ausbildung nicht gefährdet wird.

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