Kein Durchkommen: Rollstuhlfahrer testen die Innenstadt auf Barrierefreiheit

26. Januar 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Mäc Geiz in der Rolltreppe? Hier haben Rollstuhlfahrer keine Chance, das Ladengeschäft ist nur über eine Rolltreppe erreichbar. Eine Klingel für mobilitätseingeschränkte Personen gibt es zwar. Sie werden dann über einen Nebeneingang mit einem Fahrstuhl ins Kellergeschoss und dann durch eine Lagertür in das Geschäft gebracht. Mit Kraftanstrengung haben hier Rollatoren-Nutzer zumindest eine kleine Chance, für Rollstühle ist wegen mehrerer Stufen aber gar kein Reinkommen möglich.
Rolli
Das ist ein Negativ-Beispiel, dass Rollstuhlfahrer am Montag bei ihrer Wheelmap-Aktion festgestellt haben. Sieben Hallenser haben mit ihren Rollis die Große Ulrichstraße und die Geiststraße unter die Lupe genommen. Ziel ist es, eine Karte mit rollstuhlgerechten Einrichtungen zu erweitern. So geht es ins Café Capri stufenlos, ebenso in die Backfactory und viele Geschäfte im Stadtcenter Rolltreppe. Bei einer Bürogemeinschaft mit Fachanwälten und Rentenberatern in der Geiststraße hindern dagegen Stufen Rollstuhlfahrer am Eintritt. Das Orthopädie-Fachgeschäft „laufstark“ und die Halleschen Behindertenwerkstätten in der Geiststraße sind für Rollstuhlfahrer erreichbar, aus Richtung Innenstadt kommend jedoch erst über einen kleinen Umweg zu einer Rampe.

Die Ergebnisse des Rundgangs werden in den nächsten Tagen bei www.wheelmap.org eingestellt. Künftig sollen monatlich derartige Touren stattfinden, um nach und nach die gesamte Stadt Halle (Saale) zu erfassen.
(Foto: Freiwilligen-Agentur)

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