Azubis aus Karlsruhe zum Lehrlingsaustausch in Halle

30. Juni 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Wie funktioniert die hallesche Stadtverwaltung, gibt es Unterschiede zur eigenen Arbeit? Genau das lernen zehn Auzibs aus Karlsruhe diese Woche kennen. Sie machen mit beim Azubiaustausch der Stadtverwaltungen Halle und Karlsruhe. Den Lehrlingstausch haben übrigens die Verwaltungsazubis aus beiden Städten in Eigeninitiative organisiert.
karlsruhe

Nach der Ankunft am Sonntagnachmittag stand am Montagvormittag die Begrüßung durch Kulturdezernentin Judith Marquardt auf dem Programm. Es sei ein gutes Beispiel für gelebte Partnerschaft. Die Jugendlichen könnten so sehen, wie es in einer anderen Stadt läuft und auch die Besonderheiten kennenlernen. Schließlich sind die Verwaltungseinheiten unterschiedlich strukturiert. Und in Halle gibt es auch Behörden, die kennt man in Karlsruhe gar nicht, wie den Bereich zur Regelung offener Vermögensfragen, der sich mit Enteignungen in der DDR-Zeit befasst. Doch auch der Aufbau lebendiger Beziehungen zwischen beiden Städten werde gefördert, so Marquardt.

In den nächsten Tagen werden die nun jungen Männer und Frauen morgens in die Stadtverwaltung hineinschnuppern. Anschließend erkunden sie mit ihren halleschen Kollegen die Stadt. Auf dem Programm stehen Besuche Bergzoo und dem Schokoladenmuseum, ein Bowlingabend, die Lange Nacht der Wissenschaften, ein Besuch im Kletterwald am Heidesee und ein Kochabend. Und natürlich darf ein Stadtrundgang mit den Halloren nicht fehlen, anschließend werden die Azubis auch die Hausmannstürme besteigen.

karlsruhe2Die Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und der Händelstadt wurde bereits im September 1987 besiegelt. Seitdem wurden verschiedenste Projekte entwickelt, um die Städtepartnerschaft zu beleben. 2001 hatten Auszubildende der Stadt Halle (Saale) die Idee, einen Austausch mit den Auszubildenden aus Karlsruhe zu organisieren. Ziel des Austauschs sollte sein, eine andere Verwaltung kennen zu lernen und somit über den „Tellerrand“ hinaus zu schauen. Natürlich konnte man im gleichen Atemzug die Stadt mit ihren kulturellen Einrichtungen erkunden und Unterschiede der Bürgerbegegnung Ost/West feststellen. Das Projekt wurde von den Azubis selbst geplant, gestaltet, durchgeführt und ausgewertet. Die fachlichen und persönlichen Kompetenzen von allen Azubis wurden gefördert und weiterentwickelt. Nach einigen Abstimmungen ging es im Jahr 2002 in die Umsetzung und der erste Austausch fand statt. Innerhalb eines Zeitraumes von zwei Wochen, in denen die Azubis in zwei bis drei Ämtern eingesetzt waren, konnten sie viel erkunden und ein vielfältiges kulturelles Programm erleben. In all den Jahren haben sich die Rahmenbedingungen etwas geändert. Der Austausch begrenzt sich nun auf eine Woche mit einem Einsatzamt, welches tiefgründiger erkundet werden kann. Hinzugekommen ist ein traditioneller Bowling- bzw. in Karlsruhe Kegelabend. Die Auszubildenden erhalten für ihren Aufenthalt in der Partnerstadt einen spannenden Erkundungsauftrag.

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