Immaterielles Welterbe: Halloren erhalten am Montag ihre Urkunde

15. März 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Die Halloren Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle erhält am Montag offiziell die Auszeichnung „Immaterielles Kulturerbe“. Im Rahmen der Fachtagung „Wissen. Können. Weitergeben.“ in Berlin erhalten die Halloren dafür die Urkunde.
Halloren
Die Aktivitäten, insbesondere die gesellschaftlichen Bräuche und Feste, seien von Lebendigkeit und aktivem Tun geprägt, heißt es zur Begründung für die Auszeichnung. Aktive Traditionsträger hätten diese lokal verankerte kulturelle Ausdrucksform in mehr als drei Generationen kreativ weiterentwickelt und an aktuelle Gegebenheiten angepasst. Um die Aktualität dieses Brauches mit der zentralen Stellung der „Halloren“ zu verdeutlichen, gebe es mehrere Projekte der Pflege dieser Tradition, würdigt das Expertengremium.

Das Bestehen der Brüderschaft, deren Mitglieder „Halloren“ genannt werden, ist seit 1491 beurkundet. Damit gilt sie heute als die wahrscheinlich älteste Brüderschaft im deutschsprachigen Raum, welche gegenwärtig noch besteht. Derzeit halten ca. 50 Mitglieder der Brüderschaft sowie deren Familien die Traditionen und die Geschichte der Salzwirker lebendig. So gehören die Halloren mit ihrem typischen Festkleid zum halleschen Stadtbild und sind im Alltagsleben der Stadt Halle präsent: Bei öffentlichen Schausiedeveranstaltungen im Technischen Halloren- und Salinemuseum sowie auf großen Festen der Brüderschaft und der Stadt Halle werden alte Bräuche wie das Fahnenschwenken oder das Fischerstechen gepflegt. Außerdem übernehmen die Halloren immer wieder repräsentative Aufgaben, beispielsweise zu den Neujahrsempfängen der Bundespräsidenten, zu vielfältigen Anlässen bei den jeweiligen Oberbürgermeistern der Stadt Halle oder für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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