Hotel-Neubau am Hallmarkt: MitBürger wollen 0815-Bebauung verhindern

26. Juni 2015 | Vermischtes | 34 Kommentare

Das neue Finanzamt am Hallmarkt wächst kräftig. Doch nebenan gibt es noch eine kleine Baulücke. Hier plan der Investor Papenburg einen Büro- und Hotelkomplex. Die Stadtratsfraktion MitBürger für Halle / Neues Forum will an diesem für die Stadt wichtigen Standort eine beliebige Bebauung verhindern.
spitze neubau
Sie wollen, dass sich die Stadtverwaltung mit dem Investor zusammensetzt und sich für eine hochwertige Gestaltung einsetzt. „Es soll eine einvernehmliche, hochwertige Lösung gefunden werden, z.B. über eine Ausschreibung für einen Wettbewerb oder ein Planungsverfahren“, heißt es im Stadtratsantrag der Fraktion. Ziel solle ein städtebauliches Gesamtkonzept für den Hallmarkt sein mit der Gestaltung der Fassaden des Hotel- und Bürokomplexes und seiner baukörperlichen Komposition.

Bereits vor einigen Wochen hatte sich der Gestaltungsbeirat mit dem Thema befasst. Dieser hatte zum Beispiel vorgeschlagen, dass das Gebäude um eine Etage höher wird als geplant. Die Fassadengestaltung solle sich nicht am künftigen Finanzamt orientieren, sondern auf den Hallmarkt beziehen. Auch sollte das geplante Café in Richtung Hallmarkt verlegt werden. Den Planungen zufolge soll es im Durchgang zwischen Hotel und Finanzamt entstehen.

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Dieses Thema enthält 34 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Tanc vor 3 Jahre, 10 Monate.

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  • #160284

    Das neue Finanzamt am Hallmarkt wächst kräftig. Doch nebenan gibt es noch eine kleine Baulücke. Hier plan der Investor Papenburg einen Büro- und Hotel
    [Der komplette Artikel: Hotel-Neubau am Hallmarkt: MitBürger wollen 0815-Bebauung verhindern]

    #160285

    Gut gemeint, aber das wird dem Bauherrn am A… vorbeigehen.

    #160286

    Anonym

    Ob die Mitbrger irgendwann merken, dass sie über fremdes Geld entscheiden wollen.

    #160287

    Die Mitbürger entscheiden nicht über fremdes Geld, sondern rufen die Stadt auf, Ihre stadtplanerische Verantwortung wahrzunehmen und sich nicht willfährig den Vorstellungen eines Bauherrn zu unterwerfen. Wofür haben wir einen Gestaltungsbeirat, wenn am Ende völlig gleichgültig ist, was er zu sagen hat?
    Da der Umwandlungsprozess nicht in einseitigem Diktat erfolgen kann, sondern gemeinsam gelöst werden muss, verleihen die Mitbürger den Ausführungen des Gestaltungsbeirats Nachdruck.
    Da auch der Bauherr etwas davon haben kann, dürfte der Annäherungsprozess nicht allzu einseitig sein.

    #160289

    Lasst uns Halle so schöön wie Köln (ohne Dom) machen!

    #160303

    Einfach mal mit dem Thema Gleichbehandlung beschäftigen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichheitssatz
    Wesentlich gleiche Sachverhalte sind gleich zu behandeln.
    Abweichung in atypischen Fällen.
    Gibt es eine Satzung, die euer Ansinnen legitimiert?
    Na los, liebe Mitbürger, lernen, lernen, nochmals lernen ist angesagt.

    #160304

    Aber Rene, Halle hat auch einen Dom! 😉

    #160313

    Das passiert wenn man sich zu sehr von einer Baufirma abhängig macht und ihr ständig in den Hintern kriecht.

    Während in der Altstadt immer mehr Baulücken entstehen und historisch wertvoll einmalige Bausubstanz verfällt.

    Aber was interessiert das schon, wenn nur genug Penunzen fließen.

    #160322

    Das passiert, wenn man sich ohne Grund und ohne eigenen Nutzen dieser einen Baufirma anbiedert.
    Bei der engstirnigen Ausrichtung der Rathausspitze auf die Wirtschaft hab ich nur wenig Hoffnung, dass da irgendein Interesse für die Gestaltung der Westseite des Hallmarktes besteht. Kulturelles Interesse oder vielmehr Verständnis wurde da bisher insgesamt noch nicht wirklich gezeigt.

    #160325

    Es ist ganz einfach: Halle verdient, was es bekommt. Der Trend geht eindeutig zur architektonischen Belanglosigkeit bis Abartigkeit.

    #160338

    Das passiert, wenn man sich ohne Grund und ohne eigenen Nutzen dieser einen Baufirma anbiedert. Bei der engstirnigen Ausrichtung der Rathausspitze auf die Wirtschaft hab ich nur wenig Hoffnung, dass da irgendein Interesse für die Gestaltung der Westseite des Hallmarktes besteht. Kulturelles Interesse oder vielmehr Verständnis wurde da bisher insgesamt noch nicht wirklich gezeigt.

    Hallo!
    Bei der Gestaltung des Finanzamts hat der Mansfelder „Raubritter“ 😉 entschieden, ohne Stadt und Baufirma zu fragen, Und diese Burg bestimmt das Aussehen des Hallmarkt, und nicht das bisschen Lückenbebauung.

    #160364

    Muss denn hier jedes Thema mit Fotos hinterlegt werden, weil irgendwer den Ort nicht kennt, über den er redet? Wenn die „RestEcke“ bebaut wird, siehst du auf dem Hallmarkt vom Finanzamt nur die Ecke und wenn du weit genug dran stehst die Front in Richtung Klausbrücke. Das Finanzamt selber steht glücklicherweise an keiner der vier Hallmarktseiten.
    Na ob der Mansfelder „Raubritter“ die Gestaltung irgendwie mehr beeinflusst hat, als durch ein (Ab-)Nicken, als ihm ein Stück Finanzamt der Baufirma präsentiert wurde, möchte ich mal bezweifeln.

    #160371

    Anonym

    Bein Rieweckblazz hammse de Berjer offjerufen, dass die mitbeschtimm‘ solln. Warumenne bein Hallmarchte nich? Hawwich da was vrbennt?
    Un da bin’ch ooch jleich bei dr Schtadtvrordnetnversammlung. Was issen Blan B? Jibts ooch A? Un iwwerhoopt, wie solln der Rieweckblazz emah aussehn am Schluss? Jiwwets da enne Jesammtvorschtellungk? Un nuh soll erscht emah een Jebeide dahin jesezzt wern? Das is je jrade so, als wolltch mr e Wohnzimmer einrichten un fange mit e Schrangke an.Denn muss’ch mr doch bein Weidermachen an dem Scchrangke orjendiern un in dem Schtiele weider baun? Domm Wolder’n hättch zujeschtimmt, was der jesacht hat.Awwer ich sizze je nich im Schtadtrat. Een Jlick ooch, wenn’ch bei manchen Rednern daueernd das
    “ e…eh..eh“ heern muss, ehe se endlich weider reden. Da werd’ch ausrastn.Neja, besser noch als wie das modern werken sollnde „Äm..äm..äm..“
    Un ich hawwe ooch den Vrdacht,dass mr off eenma offen Rieweckblazz latschen muss, wemmer ma bei de Schtadtvrwaldung will- basst ma off, so werds gomm! So von hingene rum inde galde Giche! Drbei jibts jenoch Hornsken in dr Nähe vom Ratshofe, wo e baar Arweedsjebiete undergomm‘ genn von dr Schtadt- wo ma de Wohnjeldschtelle war un drneem das Jebeide in Richdungk Marcht- alles leer! Das wer doch ooch enne jewisse Zendrallisierungk?
    Un denn fiel noch, dass dr Rieweckblazz ’n erschten Eindruck von dr Schtadt vrmittelt un da misste was hin! Derbei hammer was jehabt un das hat zejaar zu Halle-Neischtadt jebasst! Sozesaachen e Jedangkenboochen zu N3eischtadt niwwer. Awwer nee, das musste weck!!
    Mir hammms je!!
    Un was den erschten Eindruck bedrifft, Leide, den kricht mr, wemmer aus’n Bahnhofe gemmt. Un forn erschten Eindruck jibbts keene zweete Schankse! Was sieht mr ohm, wemmer in de zwee einschteijen will? Dreck, Kippen, leere Saufbehälder, im schlimmsten Fall e Hoofen Kotze.
    Nu hawwich jelesn, de Haldeschdelle „Bahnhof“ werd von Merseburch in Badenschaft jenomm. Da schbendn die awwer nur 1000€ wejen dr „5“-Technick-Lienje. Weider nischt. Dadervon jeht dr Dreck nich weck.
    Ich will keen Miesmacher sinn, awwer m a n c h e s findch hier m a n c h e s M a dustch, wenner wisst, was das is.

    #160626

    Ich möchte den Mitbürgern hier beipflichten. Einerseits muss ich dem Gestaltungsbeirat wirklich recht geben. Wenn man oben beim Edeka steht, wirkt der Hallmarkt jetzt sehr unruhig. Ich hätte gar nicht gedacht, dass die schräge Lage des Finanzamtes so eine stark unruhige Wirkung haben könnte. Der Bau des Hotels wirkt vor allem direkt auf den Platz und hier kann man ganz bestimmt den bisherigen „schiefen“ Eindruck und auch das sehr bieder-ideenlose Aussehen des Finanzamtes gut ausgleichen. Die Idee finde ich gut und wer weiß, vielleicht ist ja auch der Bauunternehmer nach der eher kostengünstigen Variante des Finanzamtes bereit, etwas mehr Kreativität zuzulassen.

    #160629

    Von Betriebswirtschaft kennen wahrscheinlich viele nur das Wort.
    Wenn ich ein Hotel zu Billigpreisen betreibe, dann wirkt sich das auch auf die Baukosten aus.

    #160635

    Anonym

    Der Bauherr und spätere Eigentümer bestimmt, wie er etwas gebaut haben möchte. Die Baufirma führt den Bau aus zu ihren Kondtionen.
    Wer Betreiber des fertigen Baus ist, steht auf einem anderen Blatt.Das k a n n der Eigentümer sein, muss aber nicht.
    Ist der Bau „primitiv“, wird wohl kein „Mövenpick“ daraus, logisch.
    Wie der Betreiber innen das Hotel ausstattet (Mobiliar usw.) und welchen Service er anbietet, ist seine Sache und bestimmt die Übernachtungspreise, die natürlich auch vom Bau selbst beeinflusst werden, welche Kosten er für die Nutzung zahlen muss.
    Nutzt er einen Prunkbau, sind die Nutzungskosten für den Betreiber höher.

    #160636

    Es wurde ja schon von der Stadt gesagt, dass man keine Betreiber der Premium-Klasse nach Halle bekommt. Es wäre schon ein Fortschritt, wenn das Café an die Ostfront kommen würde. Dem steht aber eventuell der Platzbedarf für einen Freisitz vor dem Café entgegen.
    Halle ist nicht die Wünsch-Dir-Was-Stadt. Sie kann sich nicht zwei riesige Marktplätze leisten. Vor allem, da der Hallmarkt bis auf wenige Ausnahmen nicht benutzt wird. Beste Lösung für mich ist, den Hallmarkt für Busse freizugeben.

    #160637

    Anonym

    Lese-Empfehlung:
    Heutige Ausgabe „Die Welt“ unter Kultur, Artikel: Eine Niederlage für die Zerstörung deutscher Städte

    #160638

    Anonym

    Und aus dem Marktplatz eine Parkanlage zu machen. Dann ist endlich das Stadtzentrum sooo… einladend.

    #160639

    Lese-Empfehlung:
    Heutige Ausgabe „Die Welt“ unter Kultur, Artikel: Eine Niederlage für die Zerstörung deutscher Städte

    Guter Artikel: http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article143294443/Eine-Niederlage-fuer-die-Zerstoerer-deutscher-Staedte.html

    #160646

    Vielleicht geht auch durch Halle mal so ein Gestaltungsruck, wünschenswert wäre es. Mal was anderes als grasbegrünte Flachdächer auf Betongeschosswohnungsbauten mit Staffelgeschossidylle.

    #160656

    Anonym

    Wer am Markt bauen möchte, muss sich den Gestaltungswünschen der Bürger beugen. Das ist eben kein Allerweltsplatz. Schon zu viel Verschandelungen hat es gegeben.

    #160692

    @Campino
    „Wer am Markt bauen möchte, muss sich den Gestaltungswünschen der Bürger beugen. “

    Du hast sicher gleich eine Rechtsgrundlage parat.

    @winkus

    „Wofür haben wir einen Gestaltungsbeirat, wenn am Ende völlig gleichgültig ist, was er zu sagen hat?“

    Ja, es ist am Ende völlig gleichgültig, was er sagt. Deine Frage ist völlig richtig, wofür haben wir einen? Auch wenn Du die Frage anders meinst.

    #160741

    @redhall schrieb
    „… bei der engstirnigen Ausrichtung der Rathausspitze auf die Wirtschaft…“

    Keine Ahnung von zitieren, was?
    Na gut, die Zitatfunktion funktioniert meist nicht.
    Trotzdem, wo soll ich das geschrieben haben?

    Jetzt fehlt wieder eine Vorschaufunktion…

    #160889

    Wie sagt der Hallenser:
    Ich habe meistens immer recht! 😉

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