Holocaust-Überlebende aus Australien erzählen: “So weit wie möglich weg von hier”

6. November 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Anlässlich des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht 1938 liest die Journalistin und Autorin Dr. Hannah Miska im Rahmen einer Gedenkveranstaltung aus ihrem noch unveröffentlichten Manuskript “So weit wie möglich weg von hier”.

Auf der Basis von Interviews erzählt sie die Biographien von 16 Melbourner Juden polnischer, ungarischer, litauischer, tschechoslowakischer, belgischer und deutscher Herkunft, die den Holocaust überlebt haben und nach dem Krieg nach Australien ausgewandert sind.

Obwohl das zentrale Thema die Schreckensherrschaft des NS-Terrors ist, berichten die ZeitzeugInnen von ganz unterschiedlichen Erlebnissen und Erfahrungen: vom Grauen in Arbeits-, Konzentrations- oder Vernichtungslagern, vom Überleben im Versteck oder unter falscher Identität, von Todesmärschen oder von Traumata, die sie als Kinder erlitten haben; aber auch vom jüdischen Widerstand und von den “guten Deutschen”. Die Biographien repräsentieren also ganz unterschiedliche Tehmen der Verfolgung und sind ein Geschichtsbuch der anderen Art: “von unten nach oben” erzählt. Sie beleuchten außerdem den schwierigen Neubeginn der Emigranten auf einem völlig unbekannten Kontinent.

Moderation: Michael Viebig, Museumspädagoge Gedenkstätte ROTER OCHSE, Halle (Saale)
Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung und der Gedenkstätte ROTER OCHSE.
Veranstaltunsgort und -zeit:
Donnerstag, 7. November 2013
19:00 Uhr
Stadtmuseum Halle (Christian-Wolf-Haus, Große Märkerstr. 10)
Halle (Saale)

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