Hochwasser: 321 Bürgerarbeiter jobbten mit

30. Juni 2013 | Vermischtes | 2 Kommentare

Tausende Freiwillige haben in den letzten Wochen zum Hochwasser der Saale in Halle mit angepackt. Um das Pensum zum schaffen, hat der Eigenbetrieb für Arbeit (EfA) seine Bürgerarbeiter nach Erlaubnis durch das Jobcenter und das Bundesverwaltungsamt ebenfalls mit für den Hochwasserschutz eingesetzt.

Nach Angaben des EfA seien insgesamt 321 Bürgerarbeiter, die eigentlich in anderen Maßnahmen tätig waren, mit für die Flutbekämpfung eingesetzt worden. Tätig waren diese in vier Schichten mit einer Arbeitszeit von jeweils sechs Stunden. Zuständig gewesen seien sie hier für die Sandsackbefüllung und die Sandsackverteilung, ebenso für Materialtrennung und Lagerung sowie die Aufsicht an Verteilstationen. Nach der Flut kamen die Bürgerarbeiter bei der Beräumung und Reinigung öffentlicher und sozialer Einrichtungen zum Einsatz, geplant sind nun Tätigkeiten in Kleigartenanlagen.

„Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht hat dieser Einsatz sicherlich auch seine positiven Aspekte“, erklärt der EfA in einer Mitteilung an die Stadträte. „Die überwiegend ehemals langzeitarbeitslosen Maßnahmeteilnehmer mussten mit dem Takt einer leistungsorientierten Arbeitswelt mithalten und umgekehrt konnten im Arbeitsmarkt integrierte Mitarbeiter und Leitungskräfte die Erfahrung sammeln, dass hier ein durchaus wertvolles Arbeitskräftepotential vorhanden ist.“

Weil aber das jetzige Projekt zum Monatsende endet, hat der EfA schon einen Nachfolgeantrag gestellt. Bei der Maßnahme für 20 Teilnehmer von Juli bis Dezember sollen die Bürgerarbeiter Hochwasserschäden auf natürlichen Fußwegen sowie auf gemeinnützigen – und kommunalen nicht kommerziellen Freiflächen beseitigen. Auch sollen Freiflächen beräumt sowie Schotter und Kies aufgebracht werden. „Ohne das Projekt werden die Arbeiten nicht jetzt und derzeit auch zu keinem anderen Zeitpunkt ausgeführt“, stellt der EfA klar.

Print Friendly, PDF & Email
2 Kommentare

Kommentar schreiben