Hausbesetzer in der Hafenstr.: am Freitag im Gespräch mit der HWG

7. Januar 2016 | Vermischtes | 1 Kommentar

Seit zwei Tagen ist das ehemalige Verwaltungsgebäude von Halles erster Gasanstalt in der Hafenstr. 7 besetzt. An der Fassade hängen Banner, die dies deutlich machen. Angst vor der Begegnung mit den „Bewohnern“ muss jedoch niemand haben: jeder ist willkommen!

besetztes haus hafenstr 01Die Initiatoren waren auch für uns bei einem Besuch am Mittwoch schwer auszumachen. Schnell fiel uns jedoch auf, dass es ein reges Kommen und Gehen gab. Es waren Anwohner der Hafenstr., die Wasser, Lebensmittel und Alltagsgegenstände brachten. Das Projekt scheint in der Nachbarschaft regen Zuspruch zu finden.

„Wir wollen hier Menschen einen Raum bieten, soziale Projekte zu starten, die an anderen Orten nicht realisierbar sind“, so eine Aktivistin im Gespräch mit hallespektrum. „Festgefahrene Strukturen sollen aufgebrochen werden. Wir wollen Menschen zusammen bringen, die sonst nicht zueinander finden würden.“ So soll das Haus Begegnungsraum für die umliegenden Anwohner und darüber hinaus für alle interessierten Menschen sein. Auf keinen Fall jedoch will man mit der Besetzung die Nachbarn belästigen. „Wir suchen das Gespräch mit den Nachbarn, auch mit denen, die uns kritisch gegenüber stehen.“

besetztes haus hafenstr 10Die Besetzer organisieren nun erst einmal das Leben im Haus: es werden Pläne erarbeitet und ausgehängt, wie das Haus in einen besseren Zustand gebracht werden kann. Das Ziel ist nicht das dauerhafte Bewohnen des Hauses, sondern die Schaffung eines offenen Raumes für verschiedenste soziale Projekte.

Der Geschäftsführer der HWG, Dr. Heinrich Wahlen, war am Mittwoch Vormittag persönlich vor Ort um mit den Aktivisten zu sprechen. Es soll ein sehr angenehmes Gespräch gewesen sein, in dem auch ein weiterer Gesprächstermin am kommenden Freitag um 15:00 Uhr festgelegt wurde. Eine Grundlage für eine zielorientierte Gesprächsführung scheint somit gelegt.

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