Handwerkskammer Halle startet Spendenaufruf für in Not geratene Handwerksbetriebe

20. Juni 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Mehr als einhundert Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk Halle (Saale) haben sich inzwischen bereits hilfesuchend an ihre Handwerkskammer Halle gewandt. Die Berichte der Betroffenen zeigen, dass es zahlreiche Fälle gibt, in denen keine Versicherung greift oder die Schäden immaterieller Natur sind und daher nicht von den Hilfsprogrammen der Landesregierung abgedeckt werden können.

Claudia Hesse beispielsweise ist Inhaberin eines Kosmetikstudios in Aken und hat auch aktuell noch mit Stromausfall zu kämpfen. Seit über zwei Wochen kann sie deshalb nicht arbeiten, die fehlenden Einnahmen bringen sie in Existenznot. Bis vor kurzem waren die Zufahrtswege zu ihrem Studio sogar komplett gesperrt. Sie selbst half bei der Deichsicherung in ihrer Region, erhielt aber für die Verbesserung ihrer eigenen Lage bisher keine Unterstützung. Ihrem Laden droht das Aus: „Die Situation ist extrem schwierig. Die Miete können wir bereits kaum zahlen“, berichtet Claudia Hesse.

Um ihren Betrieben wie im geschilderten Fall aus der Notlage zu helfen, hat die Handwerkskammer Halle zur Sammlung von Spenden aufgerufen. Diese können auf das Spendenkonto „Handwerkskammer Halle – Hochwasserhilfe 2013“ bei der Volksbank Halle (Saale) eG eingezahlt werden.

Kontoinhaber: Handwerkskammer Halle (Saale)
Kontonummer: 140 100 2503
Bankleitzahl: 800 937 84
Verwendungszweck: Hochwasser – Handwerk hilft Handwerk 2013
IBAN-Nr.: DE45 8009 3784 1401 0025 03
BIC: GENODEF1HAL

„Jede noch so kleine Unterstützung für die direkt aber eben auch indirekt vom Hochwasser Betroffenen zählt und hilft, das Schlimmste zu verhindern“, äußert sich Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle zur Situation und begründet die Einrichtung des Spendenkontos folgendermaßen: „Die immateriellen Schäden durch Arbeitsausfälle in unseren Betrieben sind teilweise viel gravierender als die direkten materiellen Schäden und werden dennoch durch keines der Hilfsprogramme des Landes abgedeckt. Hier stehen tatsächlich einige der Geschädigten kurz vor dem Aus. Dem wollen wir so gut es uns möglich ist entgegenwirken und retten, was zu retten ist.“

Auch für die Aktion „Handwerk hilft Handwerk“, die bereits 2002 gute Erfolge verzeichnete und über die Hotline unter der Telefonnummer 0345/2999-220 zwischen Hilfsangeboten und Hilfsgesuchen vermittelt, werden noch freiwillige Betriebe gesucht.

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