Hallorenkugeln – Schokolade hautnah

7. September 2014 | Vermischtes | 2 Kommentare

Heute öffnete die international bekannte Halloren-Schokoladenfabrik AG in der Delitzscher Straße im Osten von Halle (Saale) ihre Tore. Neben dem reichhaltigen Programm auf dem Hof des Fabrikgeländes konnten die Besucher auch bei einem Rundgang durch die Produktions- und Lagerhallen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Auch wir nahmen diese Gelegenheit war und wurden hierbei von der Auszubildenden Anne Kleemann begleitet und unterstützt.

2014-09-07 - tdot hallorenfabrik 01Schon vor dem Betreten der Produktionshallen wurde klar, dass es hier um einen sensiblen Bereich geht: Schmuck und Uhren mussten abgenommen, die Haare mit Stoffhauben bedeckt und zu guter Letzt noch ein Plastik-Poncho über die Kleidung gezogen werden. Kurz nach betreten der ersten Halle stand man auch schon mittendrin. Wenige Meter von den Besuchern entfernt bewegten sich kleine Schokoladenerzeugnisse in ordentlichen 14er-Reihen ihrer Verpackung entgegen. Ein schokoladig-süßer Duft hing dick in der erstaunlich warmen Luft. „Normalerweise ist es hier in der Produktion etwas kühler, aber bei den Besucherströmen heute kann man das nicht ganz aufrecht erhalten.“, sagte Anne Kleemann. Die Qualität der Produkte sei aber gewährleistet, fuhr sie fort, darauf werde natürlich auch an solchen Tagen geachtet. Auf den ersten Metern des Rundgangs erlebte man die Entwicklung einer kleinen Köstlichkeit rückwärts: vom fertigen Praliné über die ihrer weißen Schokoladenraspeln beraubten Schönheit zum gefüllten „Schokotopf“ ohne „Schokodeckel“ bis hin zum flüssigen Gold.

2014-09-07 - tdot hallorenfabrik 04Am Anfang dieser Produktionslinie stand der Produktionsleiter, Herr Torsten Riel, und beantwortete eifrig Fragen. Als Otto-Normalkunde interessiert man sich natürlich erstmal für die schiere Masse. „Wir haben Tanks mit einer Kapazität von 70 Tonnen flüssiger Schokolade.“ Klingt viel?! „Pro Tag gehen hier durchschnittlich 10 Tonnen in die Produktion.“, relativierte Riel die Größenordnung direkt. „Wir bekommen regelmäßig Nachschub durch Tanklastzüge. Fast die gesamte verarbeitete Schokolade kommt in flüssiger Form an, nur sehr wenig in Blockform.“ Was ist denn das gefährlichste für die Schokoladenproduktion, der GAU schlechthin? „Wasser.“, kam die nüchterne Antwort. Die Grundstoffe aus denen Schokolade besteht würden Wasser sehr schnell auf molekularer Ebene aufnehmen, binden und dadurch erhärten, erklärte Riel. Wer das zu Hause ausprobieren möchte kann einfach mal einen Tropfen Wasser in einen Joghurtbecher mit flüssiger Schokolade mischen.

2014-09-07 - tdot hallorenfabrik 18Weiter ging es vorbei an einem Kühlturm auf dem gerade gefertigte Produkte behutsam herunter gekühlt werden um sie verpacken zu können. In der gesamten Halle fiel auf, dass es für einen produzierenden Betrieb vergleichsweise sehr ruhig zuging. Kurz nach Verlassen der ersten Halle mit insgesamt vier Produktionslinien änderte sich dies. Nach einem kleinen Vorbereitungsraum, in welchem die verschiedenen Füllungen für die Hallorenkugeln für die Produktion bereitgestellt werden, gelangt man zu deren eigentlicher Produktionslinie. Hier stieg der Geräuschpegel merklich an, denn hier kommen viel mehr und vor allem auch größere Maschinen zum Einsatz. Neben Füllmaschinen findet man hier verschiedene Verpackungsmaschinen. Alle werden mit Motoren und Druckluft betrieben, was den Lärm erklärt. Am Ende ging es durch das Lager für Etiketten und Verpackungsmaterial zu zweien von drei Verladerampen. Hier hatten die Besucher, wie auch schon an einer Stelle innerhalb der Produktionshallen, die Möglichkeit die Produkte günstig zu erstehen.

Print Friendly, PDF & Email
2 Kommentare

Kommentar schreiben