Halles Psychologie-Studenten überreichen Petition gegen Instituts-Schließung

29. Januar 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Mitarbeiter und Studenten des Instituts für Psychologie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg kämpfen gegen eine drohende Schließung. Eine Delegation hat am Donnerstag in Magdeburg dem Petitionsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt ihre Petition gegen die Schließung ihres Institutes übergeben.
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Nach der Übergabe an den Rektor der halleschen Universität Udo Sträter im September letzten Jahres wurde die 12.289 Unterschriften umfassende Petition im Beisein von Frau Prof. Dr. Dalbert (Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) nun dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Hans-Joachim Mewes (Die Linke), überreicht. Frau Prof. Dr. Rau, ihres Zeichens lehrenden und forschende Professorin am Institut für Psychologie, hob in einer Rede noch einmal die Wichtigkeit des Fachs Psychologie mit seinen klinischen, pädagogischen und wirtschaftlichen Facetten sowohl für das Land Sachsen-Anhalt als auch für die Stadt Halle und seine Universität hervor.

Das Institut habe hohe Bewerberzahlen. Jahr für Jahr ist das Fach mit teilweise mehr als 30 Bewerbern pro Studienplatz das am meisten nachgefragte Fach der Universität. Zudem seien auch die Ausbildung zukünftiger Psychologen, vor allem für den ländlichen Raum Sachsen-Anhalts, wie auch die Verzahnung mit der Wirtschaft und anderen Fachbereichen innerhalb der Universität starke und wichtige Argumente gegen eine Schließung des Instituts.

Nach vielen Demonstrationen mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern, Aktionen wie der Besetzung des Audimax und dem Jahrmarkt der Wissenschaften und der nun zum zweiten Mal übergebenen Petition kämpfen die Studierenden weiter für den Erhalt ihres Instituts im speziellen, natürlich aber gleichzeitig auch für den Erhalt aller bedrohten Institute an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Denn, wie Frau Prof. Dr. Rau in ihrer Rede richtig anmerkte: „Was wäre Halle ohne seine Studenten?“.

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