Hallenser verhindern Nazi-Aufmarsch – Rechtsextreme marschieren in Weißenfels auf

6. Juli 2013 | Vermischtes | 2 Kommentare

Die Hallenser haben am Samstag friedlich einen Aufmarsch von Rechtsextremisten verhindert.

Etwa 80 Neonazis waren in die Stadt gekommen, vorrangig aus Erfurt, Berliner, Dessau und Magdeburg. Etwas mehr als eine Stunde harrten sie in der Ernst-Kamieth-Straße aus, gegen 13 Uhr dann entschied sich die Polizei, den Aufmarsch der Rechtsextremisten abzublasen. Gegendemonstranten hatten alle Zuwegungen zum Hauptbahnhof blockiert. Die Neonazis fuhren um 13.22 Uhr mit dem Zug in Richtung Thüringen ab. Dort wollten sich am Nazikonzert „Rock für Deutschland“ teilnehmen.

Unter dem Motto „Nazis entgegentreten – Halle blockt. Rassismus und Nationalismus zerstören unsere Zukunft“ hatte die Initiative Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage (HgR) zum friedlichen und kreativen Protest aufgerufen. Vom Markt aus führte der Haupt-Protestzug zum Hauptbahnhof, daran nahmen unter anderem Oberbürgermeister Bernd Wiegand, die Bundestagsabgeordnete Petra Sitte (Linke), SPD-Stadtrat Karamba Diaby, Grünen-Chef Sebastian Kranich und die Landtagsabgeordneten Swen Knöchel, Birke Bull, Henriette Quade und Birke Bull (Linke) teil. Weitere Gegendemos gab es am Lutherplatz und der Landsberger Straße.

Im Einsatz waren cirka 400 Polizeibeamte. Vier Strafanzeigen wurden erstattet, unter anderem wegen Beleidigung, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz (Vermummung) und Verleumdung.

Gegen 14.15 Uhr meldeten ca. 60 Personen des rechten Spektrums, die zuvor auch in Halle demonstrierten, eine Eilversammlung in Weißenfels an. Diese endete gegen 15.15 Uhr ohne Vorkommnisse.

Der bunte Protest am Hauptbahnhof in Halle mache deutlich: „In unser Stadt ist kein Zentimeter Platz für Nazis“, kommentierte Oberbürgermeister Bernd Wiegand den verhinderten Aufmarsch in Halle.

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