Halle-Neustadt ist museumsreif: Ausstellung widmet sich der 50-jährigen Geschichte

8. Juli 2014 | Vermischtes | 2 Kommentare

Am Freitag öffnet in der Neustädter Passage und im Stadtmuseum in der Großen Märkerstraße die Doppelausstellung „Heimat Neustadt“ ihre Pforten. Noch sind die fleißigen Helfer, darunter viele Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein dabei, die Exponate aufzustellen.

In der Neustädter Passage sind viele Alltagsgegenstände und Exponate mit Neustadt-Bezug zu sehen, so der typische DDR-Einkaufswagen, das DDR-Telefon, die Blocknummern der Häuser, Sammelkeramik, Medaillen, Orden, der goldene Schlüssel für die tausendste Wohnung, das alte Ortseingangsschild, der Abstimmungszettel für die Eingemeindung sowie die Urkunde zur Verleihung des Stadtrechts. Ebenfalls gezeigt wird ein Bronzerelief aus dem Hochzeitszimmer des Neustädter Rathauses. Und auch das große S-Bahn-Schild, das die Züge nach Buna und Leuna ankündigte, wurde aus dem Depot geholt. Einst fuhren die sogenannten „Belzerzüge“ die Chemiearbeiter von der Schlafstadt Neustadt in die Chemiestandorte Buna und Leuna. Nach der Wende mit dem Wegfall tausender Arbeitsplätze und einer neuen Mobilität verlor die Zugverbindung ihre Bedeutung, 2007 fuhren die letzten Doppelstockzüge von Neustadt aus Richtung Buna und Leuna. Abgerundet wird die Schau durch Fragebögen, in denen die in Neustadt wohnenden Menschen über ihren Bezug zum Stadtteil befragt worden.

Im Stadtmuseum werden die Blickwinkel verschiedener Künstler unterschiedlicher Herkunft und Jahrgänge zum Gegenstand gemacht und zueinander in Beziehung gesetzt. Neben Werken des Malers Uwe Pfeifer werden auch 14 Fotografien von Gerald Große gezeigt.

Die gemeinsame Ausstellung von Stadtmuseum Halle und Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle soll durch die zwei Ausstellungsorte eine Brücke zwischen Alt-Halle und Neustadt schlagen. Es wird ein Kombiticket angeboten, das zum Besuch beider Ausstellungsteile einlädt.

Am Donnerstag um 18 Uhr wird die Schau im Landesbildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte im Oebisfelder Weg 2 offiziell eröffnet. Hier befand sich einst die 1. POS, auf deren Gelände vor 50 Jahren der Grundstein gelegt wurde. Die Schau ist bis 2. November immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

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