Golfplatz: Ausschuss streicht umfangreiche Naturschutzmaßnahmen

9. Oktober 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Der geplante Golfplatz am Hufeisensee rückt immer näher. Der Planungsausschuss hat am Dienstag mit großer Mehrheit der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans für den sogenannten „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ zugestimmt. Ein OK vom Stadtrat gilt als sicher.

Gestrichen hat der Ausschuss auf Antrag von FDP-Stadtrat Gerry Kley die umfangreichen Umweltauflagen, die unter anderem eine Umsiedlung der Zauneidechsen vorsahen. Auch die Schaffung von Ersatzbrutstätten für Vögel und ein Schutz von Bibern – ein Exemplar soll hier gesehen worden sein – sollte geregelt werden. „Aus meiner Sicht dürfte der Stadtrat das gar nicht beschließen“, so Kley. Umweltauflagen gehören seiner Meinung nach nicht in einen Bebauungsplan.

Größter Gegner des Projekts bleiben die Linken. „Der Riesenbedarf, der dargestellt wird, ist nicht erkennbar“, meinte Olaf Sieber. Die Bedarfsrechnung sei fraglich. Insbesondere zweifelt er an, ob es eine 27-Loch-Anlage sein muss. „In Halle wird völlig übermäßig geplant“, so Sieber. Neben der Größe stört sich der Linken-Stadtrat aber auch am Ort. So könnte durch das Bauvorhaben die unterirdische Deponie beschädigt werden, Giftstoffe dadurch austreten.

„Das ist keine Planung, die man sich von Stadtseite wünschen würde“, meinte auch Claudia Capeller, sachkundige Einwohnerin für die MitBürger. Insbesondere stört sie sich an der Größe des geplanten Wassersportzentrums.

Der neue Golfplatz soll 2016 in Betrieb gehen. In jenem Jahr wird Golf olympisch, der Investor erhofft sich dadurch einen größeren Andrang.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben