Girls’Day im Bergzoo

25. April 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Fast 40 Einrichtungen und Unternehmen aus Halle (Saale) luden heute zum Bundesweit durchgeführten Girls’Day ein. Zu diesen Unternehmen zählte auch der Bergzoo auf dem Reilsberg, der heute für interessierte Mädchen und Jungen seine Tore öffnete, um diesen einen Einblick in den Beruf als Zootierpfleger zu bieten.

girlsday 1

Einteilung der Jugendlichen
in verschiedene Gruppen

Zwischen 11 und 12 Uhr wurde den Jugendlichen an vier verschiedenen Stationen im Zoo die tägliche Arbeit als Zootierpfleger nahe gebracht. Um kurz vor 11 Uhr warteten bereits etwa 80 Schülerinnen und Schüler gespannt am Haupteingang des Zoos. Die Rundgänge über die Anlage wurden teilweise von Mitarbeitern des Zoos begleitet, an den einzelnen Stationen warteten dann Auszubildende auf die Jugendlichen.

Der erste Anlaufpunkt war die Aufzuchtstation, betreut von Lisa Holzmann, wo neben Brutmaschinen für Eier auch zwei junge Pelikane zu beobachten waren. Hier erfuhren die Teilnehmer, dass bei der Aufzucht jedes Detail protokolliert werden muss, um ein Gelingen der Aufzucht zu ermöglichen. Auch der Austausch mit anderen Zoos, welche Erfahrungen in der Aufzucht haben, ist ein wichtiger Faktor.

girlsday 2

Manuel Klein erklärt verschiedene
Werkzeuge des täglichen „Zoolebens“

An der zweiten Station erklärte Manuel Klein, Azubi im 1. Lehrjahr, verschiedene Gerätschaften für den täglichen Gebrauch. Hier tauten die Jugendlichen auch langsam auf und löcherten Manuel mit allerhand Fragen. Auf die Frage, wie denn die Arbeitszeiten aussehen, antwortete er: „Von 7 bis 16 Uhr.“ Die Reaktion war ein erleichtertes „Das geht ja noch.“ der Fragestellerin. Weiter erläuterte Manuel, dass alle Auszubildenden Zootierpfleger aus den ostdeutschen Bundesländern eine Berufsschule in Berlin besuchen.

girlsday 3

Sarina Schliewenz spricht
über die Bartagame „Elvis“

Im Keller des Raubtierhauses befand sich die dritte Station in der Sarina Schliewenz, 2. Lehrjahr, auf die Jugendlichen wartete. Hier wurden zuerst Futtertiere in Form von Heuschrecken und Grillen begutachtet. Da die Behälter, in denen diese Tiere gehalten werden, auch gesäubert werden müssen, kann es passieren, dass mal ein paar der kleinen Insekten ausbüchsen. „Man hat sehr viel Spass, wenn die mal abhauen.“ sagte Sarina und erntete fröhliches Lachen.

Weiter ging es in den Igelraum, wo noch drei der kleinen Stachelträger ihr Zuhause haben. Die letzten von 40 bis 50 Wintergästen, die der Zoo im Durchschnitt zum Überwintern aufnimmt, werden ebenfalls in den nächsten Tagen wieder in die Wildnis entlassen. Das nächste Tier auf der Liste war die Bartagame „Elvis“. Hier konnten die Jugendlichen auch direkten Kontakt zu einem der Zootiere aufnehmen, denn „Elvis“ ist sehr zutraulich. Aus diesem Grund ist er auch eines der Tiere, welches im Rahmen von Angeboten des Zoos als Streicheltier gebucht werden kann.

girlsday 4

Stephanie Geißler erklärt Feinheiten
der Futtermittel im Zoo

Als letztes wartete Stephanie Geißler, 2. Lehrjahr, im Wirtschaftszentrum auf die Gruppen. In diesem Teil wird das Futter für alle Zootiere gelagert und bei Bedarf vorbereitet. Hierzu steht eine voll ausgestattete Küche zur Verfügung. Es gibt für die verschiedenen Futtermittel abgetrennte Räume: Fisch, Fleisch, Körnerfutter und auch eine eigene Zuchtstation für Ratten und Mäuse.

Am Ende hatten alle Teilnehmer einen kurzen Einblick in den täglichen Arbeitsablauf eines Zootierpflegers bekommen. Auch, wenn manch einer hier und da ein wenig mit den Eindrücken überfordert war, hörte man immer wieder, dass sich der ein oder andere eine Ausbildung in dieser Berufsrichtung vorstellen könne. Mit Sicherheit aber hat der Zoo eine Menge neuer Fans gewonnen.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben