Gimritzer Damm: Dammrettung hat 2,5 Mio Euro gekostet

3. September 2013 | Vermischtes | 7 Kommentare

Die Rettung des Gimritzer Damms zur Hochwasserkatastrophe im Juni hat die Stadt 2,541 Millionen Euro gekostet. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Dienstag. Schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen sei deshalb der neue Damm im Bereich der Halle-Saale-Schleife nötig. Denn der würde 5,9 Millionen Euro im Neubau kosten.

Gimritzer Damm zum Juni-Hochwasser

Allein 330.000 Sandsäcke hätten dort verlegt werden müssen, um eine Überflutung Halle-Neustadts zu verhindern. „Der Damm hat keine Funktion mehr“, machte Wiegand deutlich und stellte zudem klar, dass es in Zukunft dort keine Schutzmaßnahmen mehr geben wird. „Wir werden dort definitiv keine Verteidigung mehr durchführen, auch wegen der Elektrizitätsleitungen“, sagte er, unter anerem wegen der Gefahren durch verlegte Strom- und Gasleitungen.

Kritik übte er auch erneut am Land und bezeichnete das Urteil des Verwaltungsgerichts, dass Wiegand weiterhin einen Baustopp auferlegt, als nicht nachvollziehbar. Die Richter würden argumentieren, dass die Planungen bereits ausgelöst seien. „Ich halte diese lapidare Aussage nicht für ausreichend“, so Wiegand. Er kündigte eine Beschwerde an. Denn bereits 2011 seien Aussagen getätigt worden, wonach Planungen ausgelöst worden seien. Passiert sei aber nichts.

In den Kosten sind unter anderem Ausgaben für Sandsäcke, Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und städtische Mitarbeiter enthalten.

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