Gedenkfeiern für die Opfer der Pogromnacht in Halle

7. November 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Vor 75 Jahren brannte auch in Halle (Saale) die Synagoge am Großen Berlin nieder, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert und 124 jüdische Männer ins Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.

Um an die nationalsozialistische Pogromnacht vom 9. November 1938 und ihrer Opfer zu erinnern, laden Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Superintendent Hans-Jürgen Kant von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Halle zu einer Gedenkstunde ein. Diese findet am Freitag, dem 8. November 2013, um 14 Uhr, am Mahnmal auf dem Jerusalemer Platz statt. Nach Worten des Erinnerns durch Harald Bartl, der in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand spricht, werden Superintendent Hans-Jürgen Kant und Max Privorotzki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale), zu den Anwesenden sprechen. Die Gedenkstunde findet ihren Abschluss mit einem Gebet des halleschen Rabbiners Alexander Kahanovsky.

Unter dem Titel „Shpil zhe mir a lidele“ lädt der Singschule Halle (Saale) e.V. zu einem Konzert zum Gedenken an die November-Progrome 1938 ein. Zu hören sein werden jiddische Lieder und Weisen. Es singen und musizieren der Kinderchor Halle das Original seit 1974 und Mädchen des Jugendchores der Stadt Halle (Saale) sowie die Solisten Anna Ullrich (Gesang), Bernhard Ullrich (Violine) mit Evguenia Tcherkes (Klavier). Das Konzert findet am Sonntag, dem 10.11.2013, um 17.00 Uhr im Stadthaus am Markt, Großer Saal, statt. Karten zum Preis von 8 € und 5 € ermäßigt (Schüler, Studenten, AZUBIS) sind an der Abendkasse erhältlich). Ein Teil der Einnahmen soll für die Finanzierung eines Stolpersteins zum Gedenken an ein jüdisches Kind aus Halle verwendet werden.

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