futurego. Sachsen-Anhalt – Ein weiteres Team aus Halle kämpft um einen Sieg

19. Februar 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

„Mir war schwindlig und schlecht als ich zum Taxi lief. Es ist nur der Schlafmangel, sagte ich mir. Im Nachhinein kann ich mich kaum noch an die Fahrt erinnern, die Bilder sind verschwommen.“

Janine, Stephanie und Lydia

So beginnt das Ideenpapier von sechs jungen Menschen aus Halle (Saale), die am Schüler-Businessplanwettbewerb futurego. Sachsen-Anhalt teilnehmen. Anja Thomas, Janine Liebau, Luise Knoll, Lydia Razak, Stephanie Müller und Max Völkerling haben sich einem Problem gewidmet, welches in der Gesellschaft ihrer Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet: K.O.-Tropfen, den mit deren Hilfe begangenen Straftaten und den Folgen für die Opfer. Die Sammlung von Informationen als Grundlage für ihre Geschäftsidee gestaltete sich schwierig, denn es fanden sich weder aussagekräftige Statistiken zu Straftaten in denen K.O.-Tropfen zur Anwendung kamen noch reagierte eine in den USA ansässige Firma auf eine Anfrage der Schülerinnen.

DrinkSavvy, die Firma in den USA, hat Gläser, Plastikbecher und Strohhalme entwickelt, die ihre Farbe verändern sobald sie mit K.O.-Tropfen in Berührung kommen. Die fünf Schülerinnen der Klasse 11c des Christian-Wolff-Gymnasiums und der Student der Staatswissenschaft an der Universität Erfurt machten sich also für Ihr Ideenpapier Gedanken darüber, wie man den Schutz vor den gefährlichen Tropfen zu den Verbrauchern bringt. So planten die jungen Hallenser die Kontaktaufnahme mit einer großen Anzahl von Bars und Diskotheken, beschäftigten sich mit statistischen Daten zur Zielgruppe und entwickelten ein dreistufiges Vertriebskonzept inklusive einer ersten groben Kostenrechnung.

Kleiner Strohhalm, große Wirkung

Im Gespräch mit HalleSpektrum.de sagten Stephanie Müller und Lydia Razak, es ging ihnen bei diesem Projekt vor allem darum, auf die Problematik an sich aufmerksam zu machen. „K.O.-Tropfen können einfach im Internet bestellt werden. Die Aufklärung dagegen ist fast unmöglich, da die K.O.-Tropfen nach einer kurzen Zeit fast garnicht mehr nachgewiesen werden können.“, führte Lydia Razak aus. So sei es auch nicht ungewöhnlich, dass sie keine Statistiken zu Straftaten im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen gefunden hätten.

Auch das Team der Univations GmbH, dem Institut für Wissens-und Technologietransfer an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, welche das Projekt koordiniert, hält diese Idee für gut. Aus diesem Grund ist das Projekt „DrinkSentry“ eines von fünf, welche an einer Facebook-Wahl Teilnehmen. Christian Zöllner, Projektmanager bei futurego. Sachsen-Anhalt schrieb HalleSpektrum.de hierzu: „[Das] ist eine Aktion auf Facebook, in der wir unabhängig vom laufenden Businessplanwettbewerb und dem eingereichten Konzept (Ideenpapier) die beste Idee küren möchten. Hierfür stimmen die Schüler selber auf Facebook ab und bestimmen somit den Sieger.“

Das Projekt Futurego Sachsen-Anhalt wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und durch die Univations GmbH koordiniert.

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