Mehr als 1.000 Teilnehmer am Frühstück für Weltoffenheit in Halle-Neustadt

22. August 2015 | Vermischtes | 25 Kommentare

Ein lauer Samstagmorgen in Halle-Neustadt. Ehrenamtliche Helfer der Freiwilligen Feuerwehren stellen Tische und Bänke auf. Es sind die Vorbereitungen für das Frühstück für Weltoffenheit und Willkommenskultur.
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Und Punkt 8 Uhr gab Oberbürgermeister Bernd Wiegand dann den Startschuss. Mehr als tausend Hallenser folgten dem Aufruf, pilgerten mit Picknick-Körben zum Neustadt Centrum. Ein türkischer Bäcker hat Brötchen bereitgestellt, auch viele andere Sponsoren wie Dorint, Light Cinema, Barner oder Tupperware. Außerdem brachten die meisten Hallenser auch noch prall gefüllte Picknick-Körbe mit. Käse, Wurst, Gemüse, Obst, selbstgebackener Kuchen … alles, was das Herz begehrt. Für die Stadt sind keine Kosten entstanden. Die von den Feuerwehrleuten aufgestellten Bänke boten Platz für 800 Leute und waren schnell besetzt. Kein Problem für die Teilnehmer. Denn – wie es sich für ein Picknick gehört – hatten viele auch Decken mitgebracht und campierten so auf dem Platz vorm Centrum.
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Unter den Teilnehmern waren Sozialdezernent Tobias Kogge, Links-Fraktionschef Bodo Meerheim, Propst Reinhard Hentschel, Händelhaus-Chef Clemens Birnbaum, Dorint-Chef Bertram Thieme, Wildcats-Trainer Jurgen Glüver, Schauspieler Peter Sodann, Tarek Ali vom Ausländerbeirat, sowie zahlreiche Stadträte sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete. Auch musikalische Einlagen gab es, so von Noel Kabore aus Burkina Faso. Die angekündigte Demo der Rechtsextremen wurde am Freitag abgesagt. Trotzdem war die Polizei vor Ort, denn am Rande ließen sich trotzdem einige Rechtsextremisten blicken.
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Mit der Aktion will Wiegand zeigen, dass in Halle (Saale) kein Platz für rechtsextremes Gedankengut ist. Und er will ein klares Zeichen für die mögliche zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) in Halle-Trotha setzen. Die Firma Finsteralder mit ihrer Tochterfirma Industriepark Trotha hat sich mit dem ehemaligen Kasernengelände beworben. Ein Teil des Areals wird derzeit noch vom Finanzamt genutzt. Die Mitarbeiter werden aber im kommenden Jahr ihr neues Domizil an der Spitze beziehen, dann stehen die Gebäude für ein Flüchtlingsheim zur Verfügung. Für Wiegand ist klar, dass er in Halle keine Zustände wie in Halberstadt will. In der dortigen Erstaufnahmestelle hausen Flüchtlinge in Zelten. Wiegand hatte sich selbst ein Bild vor Ort gemacht.


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