Freifunk in Halle: EVH-Schornstein und Roter Turm als WLan-Antenne?

9. September 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Kostenloses Internet soll es in Halle (Saale) in Zukunft flächendeckend geben. Das erklärten Vertreter des Vereins „Freifunk Halle“ am Mittwoch zur Beigeordnetenkonferenz.

Man suche exponierte Standorte für ein stadtweites WLan-Netz, sagte der studierte Informatiker Matthias Fuhrmeister als Vertreter des Vereins. Dabei hoffe man auf Unterstützung der Stadt. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Stadt oder stadteigene Unternehmen Standorte wie den EVH-Schornstein, den Ratshof oder den Roten Turm bereitstellt. „Die Idee nehme ich mit in die Stadtwerke“, versprach Jörg Siebenhüner von der technischen Stadtwerke-Tochter IT-Consult. Seit kurzem gibt es bereits an der Parkeisenbahn auf der Peißnitz als öffentliches Gebäude einen Freifunk-Hotspot.

Stadtweit sind zwischen 60 und 70 Knotenpunkten verfügbar. Dies sei abhängig davon, ob die Nutzer, die ihre Router bereitstellen, das Gerät möglicherweise ausgeschalten haben oder im Urlaub sind. Die Freifunk-Hochburg ist dabei der Stadtteil Kanena. Hier gebe es 25 Knotenpunkte, erläuterte Fuhrmeister. Unter anderem bringt sich hier die Freiwillige Feuerwehr mit ein.

Der hallesche Freifunk-Verein hat 11 Mitglieder. Ziele sind unter anderem die Demokratisierung der Kommunikationsmedien, eine zensurfreie Kommunikation und die Schaffung lokaler sozialer Netzwerke.

Wer sich ebenfalls beteiligen und seinen Internetanschluss bereitstellen will, braucht eine spezielle Firmware für seinen handelsüblichen WLan-Router und möglicherweise eine externe Antenne.

www.freifunk-halle.org

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