Franzigmark: Umweltverband bekommt Pachtvertrag

28. Mai 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Mühlen der Verwaltung mahlen langsam. Doch zwei Jahre nach dem Stadtratsbeschluss wurde während der Beigeordnetenkonferenz am Dienstag nun endlich ein Pachtvertrag zwischen der Stadtverwaltung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) für das Schulumweltzentrum Franzigmark geschlossen.

„Was lange währt wird endlich gut“, so Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Ralf Meyer vom BUND sagte, „das ist ein Tag, der uns mit Freude und Stolz erfüllt.“ Viereinhalb Jahre habe die Diskussion gedauert. Nun könne eine wesentliche Etappe abgeschlossen werden. Aus dem Gegeneinander sei ein Miteinander mit der Verwaltung geworden. „Ich bin sicher, dass wir dieses tolle Objekt zu einem Leuchtturm für die Stadt machen können.“

Der BUND hatte bereits vor einem Jahr die Schlüssel für die Franzigmark erhalten, allerdings erfolgte die Arbeit der folgenden nur als Duldung, so Wiegand. Nun werde eine rechtssichere Konstruktion geschaffen.

Hintergrund der Übertragung waren Pläne der Stadtverwaltung, das Schulumweltzentrum ganz zu schließen und das Grundstück zu veräußern. Dagegen regte sich eine Protestwelle, auch der Stadtrat votierte gegen die Pläne und stimmte stattdessen einer Übertragung an den BUND zu. Dem Beschluss zufolge soll der aktuelle Zuschuss von 57.000 Euro pro Jahr um jährlich höchstens fünf Prozent sinken.

Am Samstag hatte es in der Franzigmark einen Tag der offenen Tür gegeben. Dort präsentierten sich das Umweltforschungszentrum, die Rettungshundestaffel, die Werkstatt Ökobau, die Bürgerinitiative Saaletal, die Zeitung Hallesche Störung, Teilauto, das BUND-Projekt Wildkatze und der Bergzoo. Zudem gab es einen Wildbirnen-Lehrpfad, einen Kräuterstand und Grünpflanzen zum Mitnehmen. Auch konnten Bodentiere unterm Mikroskop beobachtet werden.

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