Franckesche Stiftungen: Welterbeantrag in Paris eingereicht

16. Januar 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Franckeschen Stiftungen aus Halle (Saale) haben am Freitag einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum Weltkulturerbe gemacht. Nach Angaben von Stiftungs-Direktor Thomas Müller-Bahlke wurde der 400 Seiten dicke Antrag am Freitag bei der UNESCO-Kommission in Paris eingereicht.

Der Weg bis dahin war lang und steinig. Denn schon 1998 erfolgte die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste, 2012 begannen die Arbeiten am Antrag, erklärte der UNESCO-Beautragte der Stiftungen, Holger Zaunstöck, der den Weg mit den Vorbereitungen für einen Marathonlauf verglich. Im Frühjahr 2015 soll die internationale Evaluierung erfolgen, im Sommer 2016 wird über den Antrag entschieden.

Im Antrag werden unter anderem die hervorragende Architektur, weltgeschichtliche relevante Ideen und die Authentizität hervorgehoben. Als Kernzone für den Antrag wurden das Waisenhaus und die Gebäude am Lindenhof eingereicht. In der Pufferzone liegen unter anderem das Francke-Denkmal und das frühere Königliche Pädagogium, in dem heute die Montessorischule untergebracht ist. Ebenso zählen Waisenhausbuchhandlung, Francke-Wohnhaus, Vorplatz, Druckerei und das Brau- und Backhaus dazu.

Zaunstöck wies daraufhin, dass die Hochstraße nach Angaben der deutschen UNESCO-Kommission kein Ausschlusskriterium sei. Doch das letzte Wort dazu haben die Gutachter in Paris.

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