Franckesche Stiftungen: Welterbe-Antrag besteht formelle Prüfung

5. November 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Aufnahme der Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale) in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe im Sommer 2016 rückt näher. Der Antrag hat die formelle Prüfung bestanden.
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Nach Angaben der Stiftung ist diese Prüfung weltweit die Voraussetzung dafür, dass eine Einrichtung ihren Antrag wirklich einreichen darf. Am 16. Dezember 2014 wird nun der 400-seitige Antrag den Regularien entsprechend anlässlich einer Kabinettsitzung der Landesregierung in Magdeburg übergeben. Von dort aus wird er über die Kultusministerkonferenz Anfang des Jahres 2015 an das Welterbezentrum in Paris zur Begutachtung weitergeleitet.

„Das ist ein weiterer Meilenstein im Antragsverfahren. Jetzt können wir uns darauf konzentrieren, die Bewerbung der Franckeschen Stiftungen um Aufnahme in das UNESCO-Welterbe mit einer Reihe gezielter Maßnahmen und in Zusammenarbeit mit vielen aktiven Partnern tief in der Region zu verankern.“ sagt Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen. Schließlich erfolgte schon 1998 die Aufnahme in die sogenannte Tentativliste, Ende 2011 dann die Nominierung durch die Bundeskultusministerkonferenz. Der Weg zum Weltkulturerbe ist also lang.

Einladung zum Welterbeabend 2.0
Am 20. November 2014 laden die Franckeschen Stiftungen zum zweiten Welterbe-Abend ein. Ein Hörspaziergang wird diesmal durch das nominierte Welterbe führen. Alle Hörspaziergänger müssen vorab auf der Website der Franckeschen Stiftungen vorbeischauen, sich die Datei des Rundgangs auf ihr Audiogerät überspielen, Kopfhörer einstöpseln und sich 18 Uhr vor dem Francke-Wohnhaus einfinden. Geleitet vom Hörspaziergang werden die Gäste des Abends die Geschichte und Bedeutung der Gebäude der historischen Schulstadt aus Sicht des UNESCO-Antrages kennenlernen und können im Anschluss mit dem UNESCO-Beauftragten Prof. Dr. Holger Zaunstöck ins Gespräch kommen.

Mobiler Foto-Box-Wohnanhänger für UNESCO-Unterstützung gesucht
Mit der Fotoaktion „Wer, wenn nicht wir“ hat das Stadtmarketing Halle den Bewerbungsprozess der Franckeschen Stiftungen aktiv unterstützt. Ab Dezember 2014 startet auch hier eine neue Phase: Eine Foto-Box auf Rädern wird auf Tour gehen, um noch viele Welterbe-Botschafter-Stimmen via Fotos einzusammeln. In einem Wohnwagenanhänger, umgebaut als mobiles Fotostudio, sollen auf Festen oder Messen Selfie-Bekenntnisse mit der Francke-Geste zur UNESCO-Bewerbung aus Halle gesammelt und online veröffentlicht werden. werden. Dafür bittet das Stadtmarketing um Hilfe: Gesucht wird ein günstig abzugebender Wohn- oder ehemaliger Imbisswagen. Die beiden bevorzugten Modelle sind Queck JR oder Hymer Eriba. Der Anhänger sollte zirka 3,80 Meter lang, zwei Meter breit und hoch sein, verkehrstüchtig, mit TÜV-Zulassung sowie über eine PKW-Kupplung verfügen. Anbieter melden sich bitte bei der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH, E-Mail: info@stadtmarketing-halle.de, Tel. 0345- 122 79 10. Über eine kostenlose Abgabe eines Anhängers – als besondere Unterstützergeste – wären die Projektpartner überaus froh.

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