Franckesche Stiftungen: Stadträte erschüttert, Wiegand will kämpfen

9. Dezember 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Franckeschen Stiftungen scheitern möglicherweise mit ihrer Bewerbung als Unesco Weltkulturerbe.
francke3
Doch Oberbürgermeister Bernd Wiegand will kämpfen. „Ich persönlich bin davon überzeugt, dass unser Antrag richtig ist.“ Im Januar wolle das Kuratorium entscheiden, wie mit der Bewerbung weiterverfahren wird, ob diese möglicherweise erst einmal zurückgezogen wird. Wiegand selbst ist dagegen, den Antrag zurückzuziehen. „Es ist wichtig, sich bescheiden zu lassen.“ Befürchtungen, dass sich die Franckeschen Stiftungen nach einer Ablehnung nicht erneut bewerben könnten, wies Wiegand zurück. Sobald es neue Erkenntnisse gebe, sei das durchaus möglich. Zugleich erklärte er, es habe im gesamten Antragsverfahren keine Anhaltspunkte auf Schwierigkeiten gegeben.

Christian Feigl (Grüne) hat dagegen Bedenken, angesichts der aktuellen Situation an der Bewerbung festzuhalten und diese bescheiden zu lassen. „Erschüttert“ und „völlig vor den Kopf gestoßen zeigte sich FDP-Stadtrat Hans-Dieter Wöllenweber, der einst in der Findungskommission saß. Tom Wolter (MitBürger) regte eine Debatte im Kulturausschuss an. Annegret Bergner (CDU) hält dagegen den Stadtrat für angebrachter, schließlich habe der mit einem Beschluss auch die Bewerbung unterstützt.

In der kommenden Woche soll Stiftungsdirektor Thomas Müller-Bahlke nun dem Stadtrat die genauen Gründe für die drohende Ablehnung der Bewerbung darlegen.

Print Friendly, PDF & Email