Franckesche Stiftungen: Haseloff weiterhin für Hochstraßen-Verzicht

5. März 2015 | Vermischtes | 11 Kommentare

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident hat sich am Donnerstag bei einem Besucher der Franckeschen Stiftungen erneut für einen langfristigen Verzicht auf die Hochstraße ausgesprochen. Nicht nur die Stiftungen selbst würden unter dem Verkehr leiden, sondern auch das benachbarte Krankenhaus.

Der Verkehr müsse raus aus der Stadt. Die A143 wäre eine verkehrliche Alternative. Allerdings verhindern Klagen derzeit den Weiterbau. „Der Rechtsstaat ist manchmal anstrengend“, meinte der Ministerpräsident dazu. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Maria Böhmer, die mit Haseloff zu Besuch war, sagte Unterstützung zu.

Böhmer ist zur Zeit die Präsidentin des UNESCO-Welterbekomitees. Dieses wird vom 28. Juni bis zum 8. Juli 2015 unter ihrer Leitung in Bonn tagen und über die Aufnahme neuer Stätten in die Welterbeliste entscheiden. Die Staatsministerin will sich bei ihrem Besuch über die Antragsteller aus Sachsen-Anhalt informieren. Im Falle Naumburgs wird es eine Entscheidung bereits im Sommer 2015 geben, über den Antrag zu den Franckeschen Stiftungen wird erst bei der folgenden Sitzung im Sommer 2016 entschieden. Die Aufnahme als Welterbestätte wäre „eine Würdigung“, so Haseloff, insbesondere der Wiederaufbauleistung nach der Wende.

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