Franckesche Stiftungen entscheiden am Donnerstag über den Welterbe-Antrag

5. Januar 2016 | Vermischtes | Ein Kommentar

Am Donnerstag entscheidet das Kuratorium der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) über das weitere Vorgehen bei der Welterbe-Bewerbung. Im Anschluss wollen Prof. Dr. Helmut Obst, Vorsitzender des Kuratoriums der Franckeschen Stiftungen, wird gemeinsam mit Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, und Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, die Entscheidung begründen.

Halles Oberbürgermeister hatte bereits vergangene Woche erklärt, dass er damit rechnet, dass das Kuratorium sich mehrheitlich für eine Rücknahme des Antrags entscheidet. Wiegand selbst plädiert dafür, sich bescheiden zu lassen. In dem Fall könnten die Stiftungen bei einer Ablehnung jedoch keinen Neuantrag stellen, es sei denn es würde grundlegend neue Erkenntnisse geben. Es seien bereits viele öffentliche Mittel in die Bewerbung geflossen, so Wiegand.

Der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) hatte eine Ablehnung des Antrags als Welterbe empfohlen. Sozial- und Bildungsarchitektur sowie Waisenhausbauten stellen für ICOMOS keine zu füllende Lücke auf der Welterbeliste dar. Die Ideen in Fürsorge und Bildung, die die Stiftungen verkörpern, seien im weltweiten Maßstab nicht einflussreich genug gewesen. In den Bauten des Stiftungsensembles sei die Verbindung von immateriellem und materiellem Erbe nicht ausreichend erkennbar. Die Architektur sei nicht innovativ genug. Das Konzept der Schulstadt sei nicht mehr voll erkennbar.

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