Forum Silberhöhe distanziert sich von Verbal-Attacken auf Roma

21. Juli 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Seit Tagen schon sorgen verbale Ausfälle gegenüber in der Silberhöhe lebenden Roma für Aufregung. Am Wochenende wurden sogar Haßsprüche und Hakenkreuze gesprüht. Das Forum Silberhöhe distanziert sich von den „menschenunwürdigen Äußerungen“, heißt es in einer Erklärung. „Sie haben einen Anspruch, ohne Diskriminierung in Halle zu leben.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Handwerkskammer-Präsident Thomas Keindorf, Linke-Stadträtin Ute Haupt und WG Freiheit-Vorstand Dirk Neumann erklären, Halle stehe für Toleranz und Weltoffenheit. Man unterstützen ausdrücklich alle Maßnahmen zur Integration dieser Bevölkerungsgruppe. „Wir appellieren an Bund, Land und die Stadt Halle, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um auch diesen Europäern Chancen zur Integration zu ermöglichen.“ So müsse zeitnah und in enger Abstimmung mit den Wohnungsunternehmen ein Konzept zur Überwindung der Sprachbarrieren und die Einforderung der Schulpflicht entwickelt und umgesetzt werden. „Positiv zur Kenntnis nehmen wir dabei, dass über die Arbeit der Integrationsbeauftragten der Stadt Halle derzeit Kontaktmöglichkeiten verstärkt werden. Dringendes Erfordernis sind Dolmetscher und Sozialarbeiter, um Kommunikationsprobleme zu beseitigen und Brücken zwischen allen Bewohnern des Stadtteils herzustellen.“

Das Forum Silberhöhe will sich in den Integrationsprozess einbringen und wirbt für gegenseitiges Verständnis. „Das friedliche Zusammenleben mit den aus Portugal stammenden Auszubildenden, die auf der Silberhöhe wohnen, steht dafür beispielhaft. Es bedarf schneller und unbürokratischer Hilfe bei der Integration aller Migrantinnen und Migranten in unserer Stadt.“

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