Förderverein kritisiert Schließung der Sauna im Stadtbad

5. Mai 2015 | Vermischtes | 2 Kommentare

Seit zwei Jahren setzt sich ein Förderverein für den Erhalt und die Sanierung des halleschen Stadtbads ein. Am Montag wurde der Verein wie auch alle Hallenser vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Stadtwerke-Tochter Bäder Halle GmbH schließt die Sauna zum 23. Mai.

Der Gedanke der Schließung der Sauna sei zwar im März 2015 an den Förderverein herangetragen worden. Doch seit dem warte man auf belastbare Zahlen. So wollte man wissen, wie hoch die Einnahmen und die Ausgaben aus dem Saunabetrieb sind und wie hoch sie für eine effektive Bewirtschaftung sein müssten. Weitere Fragen seien die Höhe der Summe, die man gegebenenfalls während der Schließung für ein Jahr einsparen könnte und welche Möglichkeiten es zur Erhöhung der Eigenmittel gibt. „In welche Pflicht sind die SWH und die Stadt selbst zu nehmen, um die Eigenmittel ohne eine Schließung der Sauna zu akquirieren – hat doch der Stadtrat stets positive Beschlüsse für den Erhalt des Stadtbades gefasst. Nach unserem Kenntnisstand sind dazu keine Gespräche in den betreffenden Ausschüssen erfolgt“, so der Förderverein. „All die Fragen sollten der Öffentlichkeit transparent dargelegt und erklärt werden, um das Bewusstsein für einen solchen Schritt zu schärfen.“

Nach der nun beschlossenen Schließung fragt der Verein, wie lange die Schließung der Sauna vorgesehen ist, welche Maßnahmen zum Erhalt der Sauna in ihrer historischen Bausubstanz ergriffen werden, ob alternative Vorschläge zur Verbesserung der Situation wie Werbemaßnahmen geprüft wurden, ob eine Minimierung der Betriebskosten geprüft wurde und welche konkreten Planungsschritte jetzt vorgesehen sind.

Der Bäder GmbH liegen konkrete Gesprächsangebote mit potenziellen Ankermietern für das Stadtbad vor, die innerhalb des Interessenbekundungsverfahrens gefunden werden konnten, so der Förderverein. Eine abschließende Klärung mit diesen potenziellen Interessenten sei nicht geschehen. „Wenn diese Gespräche ausgewertet sind, könnte man in konkrete Planungen gehen, welche Räume im Stadtbad zuerst qualifiziert werden.“

Daneben hatte sich der Förderverein nach eigenen Angaben angeboten, gemeinsam auszuloten, welche Fördermittel für welche Bereiche der Sanierung zur Verfügung stehen und welche Alternativen für die Schließung der Sauna in Betracht zuziehen sind. Zudem konnte der Förderverein der Bäder GmbH innerhalb des Interessenbekundungsverfahrens Nutzungsideen und potenzielle Mieter vorschlagen. Eine endgültige Prüfung stehe bis jetzt aus.

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