Fördermittel für neues Planetarium nur bei Abriss des Altbaus

5. November 2014 | Vermischtes | 15 Kommentare

Das markante alte Planetarium wird wohl definitiv abgerissen. Das wurde am Mittwoch im Kulturausschuss klar. Christian Feigl (Grüne) hatte zuvor den Antrag gestellt, das nach einem Entwurf von Schalen-Müller errichtete Gebäude zu erhalten und möglicherweise dem Peißnitzhaus zu übertragen.
3 Juni planetarium
Das alte Planetarium sei ein „gebautes Denkmal in Form der HP-Schalen“, so Feigl. Es handele sich um ein architektonisch herausragendes Gebäude. Dass ein Planetarium mit seiner empfindlichen Technik hier nicht mehr machbar ist sei ihm klar, so Feigl. Doch für eine andere Nutzung wäre es doch denkbar. Das Peißnitzhaus sei auf ihn drauf zugekommen und interessiere sich für die Nutzung. Auch eine Einbeziehung in die Kinderstadt sei denkbar. Andernfalls könne man das alte Gebäude auch „als architektonische Skulptur“ erhalten.

Karsten Gollnik vom Stadtplanungsamt berichtete von Gesprächen mit dem Fördermittelgeber. Demnach gebe es nur Fördermittel für den Neubau, wenn das alte Gebäude abgerissen werde. Eine Nachnutzung sei nicht zulässig.

Feigl zog daraufhin seinen Antrag zurück. Zuvor hatten mehrere Stadträte Kritik an seinen Plänen geübt. Der Peißnitzhaus-Verein sei finanzschwach und habe mit dem Peißnitzhaus selbst genug zu tun, sagte Ulrike WÜnscher (CDU).Fabian Borggrefe (SPD) findet einen Abriss richtig, der alte Standort sei hochwassergefährdet. Zudem gebe es genügende andere Gebäude in Halle, die aus HP-Schalen bestehen. Der sachkundige Einwohner Christian Kenkel meinte, es sei doch gut, wenn nun versiegelte Flächen in Flussauen beseitigt werden. Der Standort auf der Peißnitz sei für ein Gebäude albern.

Am Ende votierte der Ausschuss bei einer Enthaltung dafür, das neue Planetarium am Gasometer zu errichten. Mehr Informationen dazu hier.

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  rincewind vor 4 Jahre.

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  • #122762

    Das markante alte Planetarium wird wohl definitiv abgerissen. Das wurde am Mittwoch im Kulturausschuss klar. Christian Feigl (Grüne) hatte zuvor den A
    [Der komplette Artikel: Fördermittel für neues Planetarium nur bei Abriss des Altbaus]

    #122763

    Ich könnte mir vorstellen, dass es aufgrund der modularen Schalenbauweise möglich ist, das Gebäude einfach abzubauen und einzulagern, um es an einer anderen Stelle originalgetreu wieder aufzubauen. Das wäre ja nicht das erste Denkmal, das umgesetzt würde. Oder gibt es nur Fördermittel, wenn das Gebäude unwiderbringlich zerstört wird, und wenn ja, warum?

    #122764

    > Das alte Planetarium sei ein “gebautes Denkmal in Form der HP-Schalen”, so Feigl.

    *unterschreib*
    Den Gedanken, zumindest einige Elemente des HP-Schalenbauwerks in den Neubau am Gasometer zu integrieren, finde ich gut und richtig.

    #122765

    Förderung nur bei Abriß – das wurde auch beim 188 behauptet.

    #122779

    Ich kann es immer nur wiederholen:
    Das Planetarium demontieren, nicht zerkloppen! An gleicher Stelle, erhöht auf einem Sockel und somit hochwassersicher, wieder aufbauen! Warum zum Teufel sind die Deppen in Halle nur so stur und wollen permanent das Rad neu erfinden?

    Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten. (Erwin Pelzig)

    #122792

    Die Deppen in Halle sind weder stur noch doof, ein Planetarium ist nicht nur zum Schulunterricht da, es muss auch von Reisegruppen mit Bus angefahren werden können, was bekanntlich auf der Peißnitz nicht möglich ist.

    #122794

    5 Minuten laufen sind selbst mit Rollator zu schaffen!

    #122796

    Man könnte doch ein paar Schalen am neuen Standort als Denkmal zum Gedenken an das Alte aufstellen. Hoffe aber, dass nicht mehr von dem alten Planetarium im neuen Platz findet.

    #122798

    5 Minuten laufen sind selbst mit Rollator zu schaffen!

    Wenn der Rollator Schubdüsen hat sicherlich.

    #122802

    Warum zum Teufel sind die Deppen in Halle nur so stur

    Vielleicht sind die anderen Deppen, weil es für neue Technik auch neue Räumlichkeiten braucht?

    #122825

    Anonym

    Warum das architektonische Kleinod nicht einfach am Holzplatz wieder aufbauen? Dort ist es zwar nicht gut wie auf der Peissnitz in die Landschaft eingepasst, aber Platz ist dort genug da. Und eine Umgestaltung des gesamten Geländes zur Einpassung des Planetariums täte angesichts der aktuell fehlenden Nutzung auch nicht schaden. Zudem ist dann das Gasometer auch für andere Nutzungen offen. Ich rate mal, dass diese Variante nicht wesentlich teurer wird, als die aktuell diskutierte.

    #122841

    Warum das architektonische Kleinod nicht einfach am Holzplatz wieder aufbauen? Dort ist es zwar nicht gut wie auf der Peissnitz in die Landschaft eingepasst, aber Platz ist dort genug da. Und eine Umgestaltung des gesamten Geländes zur Einpassung des Planetariums täte angesichts der aktuell fehlenden Nutzung auch nicht schaden. Zudem ist dann das Gasometer auch für andere Nutzungen offen. Ich rate mal, dass diese Variante nicht wesentlich teurer wird, als die aktuell diskutierte.

    Einfach mal lesen:
    http://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=145664&type=do

    #122842

    Das ganze Konzept und die Förderung besteht nur darauf, die Industrieruine des Gasometers in das Städtebild einzugliedern. Da würde die Tour mit der gruseligen DDR Retrospektive – Umsetzen des alten Planetariums – absolut nicht passen. Ich zumindest bin froh, das ein Top Modernes, auf den neusten Stand der Technik basierendes Planetarium enstehen soll.

    #122876

    Ich empfehle mal einen Blick zum Planetarium am Insulaner in Berlin. Da geht richtig die Post ab :-)) und der größte Teil der Veranstaltungen ist ausverkauft.

    Es geht nicht immer nur um die Sterne. Wir waren z.B. bei einer Lichtshow mit Musik von Pink Floyd.

    http://www.planetarium-berlin.de/Planetarium-am-Insulaner/Programm

    #123115

    @farbspektrum
    Danke für den Link zur Bürgerinfo.

    Was mir an dem Entwurf auch sofort positiv auffällt: Endlich werden mit so etwas ausschließlich hallesche Ing.Büros beauftragt…!!!
    Danke für diese Kursänderung, Herr Oberbürgermeister. Weiter so.

    Nur mal so EIN Beispiel für die Zeit vor dem Beginn der Glückseligkeit Ende 2012:

    http://www.graul-architekt.de/

    #123118

    mir gefällt der Entwurf gut – hat mich sozusagen überzeugt (danke fürs verlinken!)

    dass der Abriss des Baukörpers auf der Peißnitz dafür zwingende Voraussetzung ist, halte ich aber nach wie vor für eine Märchen aus dem Rathaus analog zu 188 (tut mir leid, liebe Leute – an dem Punkt habt Ihr Euren Vertrauensbonus restlos verspielt)

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