Flüchtlingsunterkünfte: Land prüft neben Maritim auch Jugendherberge und Autobahnamt

8. September 2015 | Vermischtes | 2 Kommentare

Das Land Sachsen-Anhalt hat noch immer keine endgültige Entscheidung zur Unterbringung von Flüchtlingen getroffen. Das wurde am Dienstag bei der Kabinetts-Pressekonferenz deutlich.

Demnach laufen die Verhandlungen zur Nutzung des Maritim-Hotels derzeit noch, würden aber in Kürze abgeschlossen. Voraussichtlich im November ist das Gebäude verfügbar. 740 Flüchtlinge könnten hier unterkommen. Die Verträge sollen laut Finanzminister Jens Bullerjahn kommende Woche unterzeichnet werden. Der Vertrag soll über drei Jahre laufen. Der Wellnessbereich werde geschlossen. Wie Innenminister Holger Stahlknecht sagte, habe der Betreiber erklärt, dass er den Hotelbetrieb aufgeben werde und deshalb das Gebäude für andere Nutzungen zur Verfügung stehe. Auch ohne Nutzung als Flüchtlingsunterkunft wäre das Hotel also ohnehin geschlossen worden.

Daneben prüft das Land die Nutzung der alten Jugendherberge Halle in der August-Bebel-Straße, die Plätze hier seien kurzfristig verfügbar. Auch das ehemalige Autobahnamt in Halle-Peißen und Gebäude der Fachhochschule Merseburg will das Land nutzen, muss aber hier noch prüfen, was die Herrichtung kosten würde.

Auch zur neuen zentralen Aufnahmestelle mit bis zu 1.000 Plätzen wurde noch keine Entscheidung getroffen. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Kaserne in Halle-Trotha laufen ebenfalls noch.

Print Friendly, PDF & Email
2 Kommentare

Kommentar schreiben