Finanzamts-Neubau: „Kein Raum für öffentliche Diskussion“

24. März 2014 | Vermischtes | 3 Kommentare

Es wird an einem der markantesten Plätze der Stadt gebaut: das neue Finanzamt soll direkt am Hallmarkt in Halle (Saale) gebaut werden. Für Großprojekte hat Halle eigens einen Gestaltungsbeirat ins Leben gerufen. Der hat zwar ohnehin keine Entscheidungsbefugnis. Doch bei Finanzamt darf er nicht mal mitreden.

finanzamt1„Es ist kein Raum mehr für eine öffentliche Diskussion“, erklärte Jörg Felgner, Staatssekretär im Finanzministerium, dem Planungsausschuss. Denn das Vorhaben sei sehr komplex. „Wir bauen verantwortungsbewusst.“ Gerry Kley (FDP) zweifelte an, dass die 150 Parkplätze ausreichen werden. Zudem komme durch den Fahrzeugverkehr einiges auf den ohnehin schon überlasteten Bereich am Hallorenring zu. „Wir setzen auf den ÖPNV“ meinte Felgner dazu. Zudem sei der Besucherverkehr gering, dank des Elsterprogramms erfolge heute ein Großteil der Kommunikation digital. „Wir gehen davon aus, dass es keinen Ansturm auf die Parkplätze geben wird“, so Felgner.

Mit dem Neubau des Finanzamtes ist die Lücke auf der Spitze noch nicht komplett geschlossen.

Mit dem Neubau des Finanzamtes ist die Lücke auf der Spitze noch nicht komplett geschlossen.

Baubeginn für den Neubau an der Spitze soll im Juni sei. Auf 19.300 Quadratmeter Nutzfläche soll das Finanzamt, das derzeit in einem maroden Plattenbau am Gimritzer Damm untergebracht ist, Platz finden. Unter dem 5-geschossigen Neubau soll eine Tiefgarage für die Mitarbeiter das Parkplatzproblem vor Ort lösen. Rund 36 Millionen Euro sollen in den Neubau investiert werden. Errichtet wird das Gebäude im Rahmen eines PPP-Modells (Public Private Partnership) durch die Firma Papenburg, der das Grundstück auch gehört. Das Unternehmen ist für Baukosten, Finanzierung und Instandhaltung verantwortlich. Das Land zieht mit seinen 440 Mitarbeitern als Mieter ein und zahlt die Kosten über 25 Jahre in Raten zurück. Monatlich sind je Quadratmeter Nutzfläche 8,80 Euro fällig, demnach muss das Land insgesamt ca. 51 Mio Euro an Papenburg zahlen. Darin enthalten sind auch die Grundstückskosten, die Finanzierung und die Instandhaltung des Neubaus.

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