Umbau der Fernwärme-Leitung durch die Dölauer Heide

9. Dezember 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

In Halle (Saale) wird fast die Hälfte aller Wohnungen mit Fernwärme versorgt. Meist sind die Leitungen in Boden verlegt. Doch die großen Heiztrassen sieht man im Stadtgebiet, so entlang der Hafenbahntrasse oder auch in der Dölauer Heide.

Schön sehen die Rohre nicht aus, zerschneiden die Landschaft. Deshalb kommen die Leitungen in der Dölauer Heide nun unter die Erde. In den kommenden drei Jahren 2016 bis 2018 wird die Energieversorgung Halle Netz GmbH, im Auftrag der EVH GmbH, die Trasse 11.11 in der Heide, eine Haupt-Fernwärmeleitung im Versorgungssystem der Stadt Halle, sanieren. In drei Bauabschnitten wird der oberirdische Leitungsabschnitt in den Boden verlegt. Grund der Auswechslung sind Schädigungen und Abnutzung der 1968 errichteten Leitung.

Zwar erfolgen die Arbeiten an der Leitungen erst im kommenden Jahr. Doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die ersten Baustraßen wurden im Bereich Gartenstadt Nietleben angelegt. Auch zahlreiche Bäume wurden gefällt, darunter 20 Kirschbäume, was zu Kritik von Anwohnern sorgte. Nach Abschluss der Maßnahmen werden auch wieder 20 Kirschen gepflanzt. Zudem müssen Strom- und Gasleitungen verlegt werden Etwa eine Million Euro kostet die Umverlegung der teilweise 630 Millimeter dicken Fernwärmeleitung.

Zwischen Juli und Oktober 2016 werden die ersten etwa 350 Meter im Boden verlegt. Der parallele oberirdische Abschnitt wird dann von Oktober bis Februar zurückgebaut. Für die anderen beiden Abschnitte der sogenannten Transportleitung von Trotha nach Neustadt erfolgen die Arbeiten analog in den gleichen Monaten der Jahre 2017 und 2018.

„Wir investieren deutlich mehr in Fernwärme als vor Jahren“, sagte Jens Böttcher von den Stadtwerken. Das liege an der Energiepolitik mit der geplanten Änderung des Gesetzes zur Kraft-Wärme-Kopplung, wodurch sich die beiden Kraftwerke in Trotha und der Dieselstraße wirtschaftlich besser betreiben lassen. Wie Böttcher sagte, habe es in den vergangenen Jahren insbesondere durch den Rückbau in Plattenbaugebieten einen Rückgang bei der Fernwärme gegeben. Das könne man durch Neuanschlüsse wie an der Vogelweide und im Königsviertel kompensieren.

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