Es geht los: Jugendherberge in der Steintorschule begrüßt die ersten Gäste

28. Juni 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Montag und damit knapp vier Monate später als geplant öffnet die neue Jugendherberge ihre Pforten und begrüßt die ersten Gäste. Am Samstag wurden zum Tag der Architektur Führungen durch das 1896 errichtete und in den vergangenen Monaten sanierte und umgebaute Gebäude werfen. Und die Mitarbeiter grillten am Sonntagnachmittag noch einmal gemeinsam, um sich auf den Start vorzubereiten.
steintorschule
Zunächst gibt es 165 Betten in 50 Zimmern im Haupthaus. Parallel wird das Dachgeschoss ausgebaut, um dann mittelfristig 229 Betten in 72 Zimmern anbieten zu können. Vier behindertengerechte und zwei behindertenfreundliche Zimmer gibt es aktuell, zwei weitere kommen mit dem Dachausbau dazu. Bei der Zimmergestaltung wurde auf die veränderten Bedürfnisse der Nutzer eingegangen. Hauptsächlich handelt es sich um Zwei- und Vierbettzimmer mit Dusche und WC, Etagenbetten sind laut Jugendherbergsverband nicht mehr nachgefragt. Ausgebaut werden soll noch die Sporthalle, auch ein Verbinder zum Haupthaus soll von hier errichtet werden. Von der Schimmelstraße aus ist auch noch eine neue Zufahrt vorgesehen. Markant ist das neue Dach, von manchen allerdings auch spöttisch „Raketenrampe“ genannt. Auch ein neuer Eingangsbereich ist entstanden.

12.000 Übernachtungen hatte die alte Jugendherberge. Nun streben die Organisatoren an, Magdeburg Konkurrenz zu machen. 35.000 Übernachtungen im Jahr ist damit das Ziel. Allerdings müssen nun für eine Übernachtung auch 22.50 Euro gezahlt werden.

8,3 Millionen Euro kostet die Sanierung des Haupthauses. Weitere 3 Millionen Euro fließen später in Turnhalle und Außenanlagen. Unklar ist noch, wie es mit dem alten Gebäude in der August-Bebel-Straße weitergeht. Dort gibt es 70 Betten in zwölf Zimmern.

Das Gebäude hatte seine Pforten 1896 als Luisen-Mädchenschule eröffnet. Zu DDR-Zeiten hieß das Gebäude POS „Julius Fučík“, nach der Wende wurde die Steintorschule daraus. Jahrelang stand das Gebäude leer.

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