Erste Grünflächenpatenschaft mit Familie aus Büschdorf unterzeichnet

14. Oktober 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Brombeerbüsche total verwuchert, so präsentierte sich eine Grünfläche am Schmetterlingsweg in Halle-Büschdorf. Für Uwe Kunst und dessen Ehefrau Birgit kein Zustand. Zusammen mit der Schwiegermutter rückten sie dem stacheligen Geäst zu Leibe.
Grünfläche2

Das war vor vier Jahren. Mittlerweile stehen viele kleine Bäume auf dem Areal, auch eine Bank wurde aufgestellt, der Rasen wirkt gepflegt. Nun übernimmt Familie Kunst auch offiziell die Pflege für die 67 Quadratmeter große Fläche. Am Dienstag unterzeichneten sie mit Oberbürgermeister Bernd Wiegand einen Patenschaftsvertrag. „Wir erklären uns bereit, die Grünfläche optisch zu erhalten“, meint Uwe Kunst. Und sollte es irgendwann einmal körperlich nicht mehr gehen, dann werde man eben die Patenschaft wieder abgeben. Geregelt ist in dem Vertrag beispielsweise der Unfall- und Haftpflichtschutz. Daneben kümmert sich die Stadt um den Grünschnitt. Und die öffentliche Begehbarkeit muss erhalten bleiben.

Grünfläche1
Die Stadt hatte das Areal vor Jahren bewusst so angelegt, dass zwischen Grundstücksgrenze und Weg noch ein Bereich öffentlichen Grüns liegt. Doch gekümmert hat sich all die Jahre niemand von der Stadt, das Geld für die vielen kleinen Grünanlagen fehlte. Deshalb will OB Wiegand mit den Grünflächenpatenschaften Anwohner, Initiativen, Vereine und Firmen gewinnen, Halle auch weiterhin als grünste Stadt Deutschlands zu erhalten. „Bei uns gibt es 15,7 Prozent Grünanteil“, so Wiegand. Derzeit gibt es Verhandlungen mit einer weiteren Familie aus Büschdorf am Bierrain sowie mit Interessengemeinschaften am Alten Markt und dem Paulusviertel.

Der Vorschlag zu Grünflächenpatenschaften kam im Rahmen des Bürgerhaushalts. Interessenten melden sich beim Dienstleistungszentrum Bürgerengagement.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben