Erinnerung an Verstorbene: in das Dunkel ein Licht

19. November 2012 | Vermischtes | Keine Kommentare

Es ist schon eine kleine Tradition geworden, die Gedenkstunde für Verstorbene zum Volkstrauertag in der Moritzkirche in Halle (Saale). Bereits zum fünften Mal luden gemeinsam das Hospiz Halle und Seelsorge des Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara ein.

Auch wenn die Verstorbenen nicht mehr unter uns sind, so seien sie doch in unserer Erinnerung weiter präsent, meinte Diakon Reinhard Feuersträter, der durch die Veranstaltung führte.“Wenn ein Mensch stirbt, bleibt die Erinnerung an ihn.“ Doch das sei zu wenig, werde dem Menschen nicht gerecht. „Liebe ist viel mehr als sich erinnern. „Der Tod ist für uns ein tiefer Geheimnis“, sagte Feuersträter, Viele Fragen würden sich uns aufdrängen, „die wir sonst von uns fern halten.“ So stelle sich die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach dem Warum und danach, was wohl nach dem Tod kommt.

„In das Dunkel ein Licht“, hieß es in einer Lesung, „in das Schweigen ein Wort, in die Hoffnungslosigkeit ein Traum, in das Grübeln eine Zusage, in die Zweifelei Gewissheit.“

Umrahmt von den Klängen eines Saxophons und der Moritzorgel zündeten die rund 100 Besucher jeweils eine Kerze an der Osterkerze in Gedenken an gestorbene Menschen an. Die Kerzen seien eine Botschaft, dass die Verstorbenen betrauert, geliebt und erinnert werden. Namen sowie Geburts- und Sterbedatum der Person, an die man erinnern wollte, wurden in einem Buch eingetragen. Das Gedenkbuch ist in der Kapelle der Moritzkirche zu finden. Eintragen kann man sich hier zu den üblichen Öffnungszeiten des Gotteshauses.

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