Elf Tage keine Post: Krebsgesellschaft in Halle geht auf die Barrikaden

25. Juni 2015 | Vermischtes | 7 Kommentare

Seit Tagen streikt die Post, viele Briefkästen bleiben leer. Betroffen davon ist auch die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft in Halle (Saale).

„Es reicht“, schimpfen die Vertreter der Krebsgesellschaft. „Es geht um Ängste, wichtige Befunde und um Geld für Betroffene.“

Man wolle die Mitarbeiter gern dabei unterstützen, besser bezahlt zu werden. „Das kann aber nicht auf dem Rücken kranker und eingeschränkter Menschen passieren, die auf Ihren Dienst angewiesen sind und auf die Beförderung wichtiger Unterlagen per Brief vertrauen. Im Falle der Krebsbetroffenen geht es um Ängste, Existenzen, um wertvolle, dringend benötigte Befundberichte und um Anträge, die fristgerecht bearbeitet werden müssen, damit Therapien und Rehabilitationen beginnen sowie Familien finanziell abgesichert werden“, schreibt die Krebsgesellschaft bei Facebook.

„Bitte finden Sie alle eine Lösung oder sagen Sie uns, wie wir an die Unterlagen kommen können. Wir holen diese auch im Verteilzentrum ab.“

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  nix idee vor 3 Jahre, 3 Monate.

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  • #160194

    Seit Tagen streikt die Post, viele Briefkästen bleiben leer. Betroffen davon ist auch die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft in Halle (Saale). „Es
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    #160195

    Nur so als Hinweis: Betroffen sind alle Bürger.
    Und der Streik war lange genug „angemeldet“!
    Ein Anruf bei der Chefin der Post im Bundeskanzleramt wäre der richtige Weg, offensichtlich ist die Regierung auf auf Krawall gebürstet, selbst der selbsternannte Arbeiterführer; bald müssten doch die Gewerkschaften alle Staatsbetriebe durch sein, für ihre Arbeitnehmerrechte zu kämpfen..

    #160196

    Wo ist die Forderung von Verdi an den Postvorstand, endlich im Unternehmen die Einhaltung der zum Schutz der Arbeitnehmer existierenden Gesetze anzugehen?
    Es kann nicht sein, daß es auch in Halle Zusteller gibt, die ohne Unterbrechung länger als 2 Jahre befristet eingestellt sind und mittlerweile die 7…..10. Verlängerung ihres Arbeitsvertrages in der Tasche haben. Wohlgemerkt ohne Zweckbefristung wie „Krankenvertretung“ oder dergleichen.
    Laut Arbeitszeitgesetz wäre die Post verpflichtet , solche Mitarbeiter spätestens nach der 3. Verlängerung bzw dem Ablauf von 2 Jahren einzustellen. Warum geschieht das nicht automatisch? Müssen erst spektakuläre Fälle wie der in Meck Pomm flächendeckend an die Öffentlichkeit gezerrt werden?

    Wo ist eigentlich der Staatsanwalt, der solches strafbares Gebaren mit System an der Wurzel des Übels packt?

    Mir fehlt beim Streik auch die Forderung sie von der Post die Entlohnung der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit. Die Zustellerin in meinem Bereich hat einen Teilzeitvertrag über 4 Stunden täglich (20 Wochenstunden) , stellt meist 6 Stunden zu, weil die Touren derart groß sind, daß das keinesfalls in 4 Stunden zu schaffen ist und soll aber auf Anweisung von Oben, wenn beispielsweise ein Werbekunde 10000Prospekte an alle Haushalte liefert, an diesem Tag bis zu 10h 45min zustellen und darf sich nur einen Teil der Überzeit auch auf ein Stundenkonto schreiben.

    Für mich ist die aktuelle Geschäftsleitung der Post untragbar, ein Unternehmen zum Teil noch in öffentlicher Hand schert sich nicht um die Einhaltung von Recht und Gesetz und da kann man nur hoffen daß es endlich einen Weckruf gibt. Hoffentlich schlägt der Streik endlich auch durch
    In meinen Augen ist es überfällig, daß Postmitarbeiter endlich fair behandelt werden.

    Ansonsten…Ein Streik ist nun mal eine unangehme Sache, aber wenn eine Firma derartige Machenschaften als Firmenkultur hat, ist ein flächendeckender Streik aller Postler eigentlich überfällig. Fahren noch viel zu viele Postfrauen Fahrrad aktuell, sicher weil die Befristet sind und Angst haben, nicht die 10. oder 20. Verlängerung zu bekommen…

    #160378

    Post: „Mit einer Mehrbelastung von rund 300 Mio. Euro wäre es sogar eine spürbare Verschärfung unseres bestehenden Wettbewerbsnachteils“, so Kreis.“
    http://www.dpdhl.com/de/presse/pressemitteilungen/2015/dpdhl_tarifverhandlungen_update_08062015.html
    Post:“Operatives Ergebnis steigt um 3,5 Prozent auf 2,97 Milliarden Euro“
    http://www.dpdhl.com/de/presse/pressemitteilungen/2015/geschaeftsjahr_2014_deutsche_post_dhl.html

    #160399

    Eigentlich gibt es nur eine Variante, diesen Streik zu beenden: Die Post wieder zu einer Behörde machen, die es schon mal war. Und damit endlich diesem privaten Quatsch ein Ende zu bereiten.
    Wenn hier schon Todesopfer für die Erreichung der Ziele billigend in Kauf genommen werden, sollte das doch ein Alarmsignal für die Politik sein!

    #160407

    ftbneu schrieb: „Wenn hier schon Todesopfer für die Erreichung der Ziele billigend in Kauf genommen werden“
    Was für ein Quatsch.
    Wenn es wirklich dringend ist:
    „Express-Sendungen sind nicht betroffen.“ schreibt die Post auf ihrer Streikseite.

    #160476

    Nur leider stimmt das nicht

    #160481

    Nur leider stimmt das nicht

    Natürlich stimmt das nicht, wer soll den Sterben wegen der Post von der deutschen Krebshilfe? Ansonsten nimmt man den Kurier ach ne das kostet ja vielleicht extra…

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