Einblicke ins Herz des Krankenhauses: Martha Maria lud ein

30. Juni 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Ins Krankenhaus gehen die wenigsten gern. Und wenn man doch mal muss, dann will man sich wohlfühlen. Umso besser ist es, wenn man die Einrichtung schon mal kennt.

Am Samstag lud das Krankenhaus „Martha Maria“ in Halle-Dölau zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben medizinischen Kurzvorträgen und Diskussionsrunden waren vor allem die einzelnen Stationen und Behandlungsgeräte für die Besucher interessant. Denn wann hat man schon einmal die Chance, sich auf einer Intensivstation umzuschauen? Dort wurden den Besuchern die Funktionen der einzelnen Geräte erklärt. So manches davon konnte man auch gleich bei sich selbst testen. Ein kleiner Clip an die Hand, und nach wenigen Sekunden konnten Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz abgelesen werden.

Zum Tag der offenen Tür am Samstag, 29. Juni öffnet das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau zwischen 10.30 Uhr und 15.30 Uhr und wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Neben vielen interessanten medizinischen Kurzvorträgen mit Diskussionsmöglichkeiten bieten wieder alle Kliniken und viele Funktions- und Behandlungsbereiche Einblicke in ihre Arbeit und in die moderne Ausstattung ihrer Stationen. Durch die Pflege werden stündlich thematische Führungen auf verschiedenen Routen durch das Krankenhaus angeboten.

Die Klinik für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde zeigte Demonstrationen von Hör- Schmeck- und Riechtests, gab zudem Beratungen zum Thema Hören. In der Gefäßchirurgie wurden an einem begehbaren Gefäßmodell verschiedene Krankheiten demonstriert. Auch OPs und die Notaufnahme lockten zur Besichtigung, hier konnten Besucher auch an praktischen Reanimationsübungen teilnehmen. Oder sie wurden gleich mal probeweise selbst zum Mediziner, wie in der Endoskopie, wo am Modell selbst mit dem Endoskop Eingriffe geübt werden konnten. Wichtig ist in einem Krankenhaus die Hygiene. So konnte mit einer Kontrolllampe geprüft werden, ob das mit der hygienischen Hände-Desinfektion auch richtig funktioniert hat. Doch auch Selbsthilfegruppen waren vor Ort, stellten ihre Beratungsangebote vor. Und auch über die Ausbildungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen des Krankenhauses wurde informiert. Zudem gab es auch Spiel und Spaß für Kinder. Unter anderem war eine Hüpfburg aufgebaut. Und die Freiwillige Feuerwehr Dölau lud zu Lösch-Übungen am Schlauch ein.

Das Krankenhaus wurde zwischen 1936 und 1942 von der Luftwaffe als Lazarett gebaut. Zu DDR-Zeiten war es Bezirkskrankenhaus Halle, ist den Hallensern seit dem vor allem wegen seiner idyllischen Lage als Waldkrankenhaus bekannt. 2007 trennte sich die Stadt Halle von ihren 51 Prozent Anteilen. Seit dem gehört es dem Diakoniewerk Martha-Maria der Evangelisch-methodistischen Kirche. In den letzten Jahren war es für 100 Millionen Euro saniert und modernisiert worden.

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