Durchfall-Häufung: Stadtwerke beruhigen, Stadt untersucht Seen

27. August 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Für Aufregung sorgte am Dienstag das von der Stadtveraltung vorsorglich ausgesprochene Abkochgebot für Trinkwasser, weil eine Häufung von Durchfallerkrankungen durch Kryptosporidien festzustellen war. Seit Mitte Juli habe es 51 Fälle gegeben, so die Stadtverwaltung.

Die Stadtwerke Halle weisen nun darauf hin, dass es sich dabei um eine rein präventive Maßnahme handelt. Der Ursprung für die Erkrankungen sei noch nicht bestimmt und werde derzeit intensiv durch das Gesundheitsamt gemeinsam mit dem Umweltbundesamt untersucht. Infektionsmöglichkeiten bestehen unter anderem auch bei Tierkontakt und verunreinigten Lebensmitteln. Für die Hallesche Wasser- und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) gebe es derzeit keine Veranlassung, die Bürger vor einer Qualitätseinschränkung zu warnen. Sollten bei den zusätzlichen Untersuchungen Belastungen im Trinkwasser festgestellt werden, werde umgehend informiert.

An mehr als 40 Probeentnahmestellen, repräsentativ auf das Versorgungsgebiet verteilt, würden regelmäßig Trinkwasserproben entnommen und aufwendigen Untersuchungen und Analysen auf Einhaltung der Forderungen der Trinkwasserverordnung unterzogen. Die Auswertung der Analysen hätten sowohl bei der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH (Vorlieferant der HWS) als auch bei der HWS keinerlei Anzeichen für eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität gezeigt. Alle Analysewerte entsprechen der Trinkwasserverordnung und liegen unterhalb der Grenzwerte.

Die Stadt führt gegenwärtig in Abstimmung mit übergeordneten Bundes- und Landesbehörden Wasserbeprobungen am Trinkwassernetz, im Nordbad, in der Saline, im Heidesee sowie Umgebungsuntersuchungen und Befragungen zum weiteren Erkrankungsaufkommen durch. Die Proben werden durch ein Speziallabor in Bad Elster analysiert.

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