Drei Jahre nach Castor-Blockade: Prozess gegen Atomkraftgegner aus Halle beginnt

6. Oktober 2014 | Vermischtes | 7 Kommentare

Im Februar rollte ein Castor-Transport durch Deutschland, auch durch Halle. Unter dem Motto „Kein Castor nach Lubmin!“ wurde entlang der gesamten Strecke protestiert.

Zwischen Schkopau und Halle-Ammendorf hatten sich zwei ROBIN WOOD-Aktivisten von einer Brücke über die Saale abgeseilt. Die Weiterfahrt des Castor-Transports verzögerte sich um fast zwei Stunden. Gegen die Aktivisten und fünf weitere Beteiligte beginnt nun am kommenden Freitag ab 9 Uhr der Prozess am Amtsgericht Halle wegen Nötigung. Die Anti-Atom-Initiative Halle ruft deshalb dazu auf, beim Prozess Flagge zu zeigen.

Atomenergie berge unkalkulierbare Risiken, heißt es, das habe die Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 vielen Menschen auf grausame Weise bewusst gemacht. Der blockierte Transport sei unnötig gewesen, weil der Müll in Karlsruhe genauso unsicher lagerte wie jetzt in Lubmin. „Da es weltweit kein Endlager gibt, dient das Verschieben von Atommüll dem Verschleiern dieses Atommüll-Notstands. Auch wegen der Gefahr technischen und menschlichen Versagens, das schon zu zahlreichen Zugunfällen geführt hat sowie wegen maroder Schienenstrecken ist es unverantwortlich, Castor-Behälter mit 100 km/h quer durch die Bundesrepublik zu transportieren. Trotzdem ist es Realität“, so die Anti-Atom-Initiative Halle.

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