Deutscher Lungentag auch in Halleschen Krankenhäusern

19. September 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Mit dem diesjährigen Motto „Früherkennung von Lungenkrebs – eine Chance für das Leben“ will der Deutsche Lungentag auf die Bedeutung der Früherkennung beim Lungenkrebs aufmerksam machen. Auch die Krankenhäuser in Halle (Saale) beteiligen sich in den nächsten Tagen daran.

Beim Lungenkrebs gibt es umso mehr Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen, je früher die Erkrankung erkannt wird. Da es zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch keine Untersuchungsmethode gibt, die sich für die breite Anwendung bei symptomlosen Patienten eignet, konzentrieren sich neue Untersuchungen heute vor allem auf Menschen, die ein besonders hohes Risiko haben, an Lungenkrebs zu erkranken. Das sind vor allem Raucher.

Auch bei Lungenerkrankungen Asthma und COPD spielt die Früherkennung eine entscheidende Rolle für den Verlauf der Erkrankung. Dazu dient ein für den Probanden schnell und schmerzlos durchführbarer Lungenfunktionstest, der im Rahmen des Deutschen Lungentages an vielen Orten kostenlos angeboten wird.

So bietet auch das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), Mauerstraße 5, am 20. September 2013, 14.00 bis 16.00 Uhr, eine Veranstaltung mit Vorträgen und kostenlosen Lungenfunktionsprüfungen an. Alle am Thema „Lunge“ Interessierten sowie Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten sind zu der Informationsveranstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Universitätsplatz in Halle haben die Besucher am 21. September in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr die Möglichkeit, von Experten des Universitätsklinikums mehr über die Lungenfunktion, verschiedene Lungenkrankheiten und Risikofaktoren zu erfahren. Neben einem Lungen-Check-up für die Großen gibt es physiotherapeutisch geleitete Pustespiele für die Kleinen. Am „Lungen-Stammtisch“ besteht die Möglichkeit, mit den Therapeuten in einen spannenden Erfahrungsaustausch zu treten. Im Rahmen einer Posterrunde erfahren die Gäste mehr über Lungenkrebs und COPD. Auch über seltene Erkrankungen wie Mukoviszidose wird informiert, ebenso über die schädliche Wirkung des Kiffens. „Wollten Sie schon lange einmal wieder einen Luftballon aufpusten oder fragen Sie sich, ob Sie dafür noch genügend Puste haben? Dann kommen Sie zum Lungentag. Bei uns können Sie es probieren“, kündigen die Organisatoren an.

Am 22. September gibt es im Foyer des Diakoniekrankenhauses Vorträge zum Thema und darüber hinaus die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Neben den beiden Leitern des Lungenkrebszentrums kommen auch Pneumologin Dr. med. Gertrud Alter aus der Poli Reil und der Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltinischen Krebsgesellschaft, Sven Weise, zu Wort. Darüber hinaus sind Teile des Lungenkrebszentrums, etwa der Bereich Endoskopie, im Rahmen von Führungen zu besichtigen und praktisch zu erleben. Zum Programm gehören Lungenfunktions- und Bluttests ebenso wie die Möglichkeit ein Bronchoskop selbst auszuprobieren. Mehr als 90 Prozent der Menschen, die an Lungenkrebs erkranken, haben geraucht oder rauchen noch. Anders formuliert: wer nicht raucht, senkt sein persönliches Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. „Aufhören lohnt sich immer“, sagt Dr. med. Klaus-Peter Litwinenko. Der Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Allergologie leitet gemeinsam mit Dr. med. Olaf Fischbeck das Lungenkrebszentrum Diako im Diakoniekrankenhaus Halle. „Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser die Behandlungsmöglichkeiten.“

Der „Deutsche Lungentag“ ist eine nicht-kommerzielle Initiative gemeinnütziger Fachgesellschaften und Organisationen. Die Veranstalter wollen die Bevölkerung anlässlich des jährlich wiederkehrenden Lungentages über Möglichkeiten der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten informieren. Im Rahmen des Deutschen Lungentags finden an zahlreichen Orten öffentliche Informations- und Fortbildungsveranstaltungen statt.

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