Demo zum Internationalen Frauentag in Halle

8. März 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, mehr Frauen in Führungspositionen …. Das waren einige der Forderungen während einer Demonstration von Frauen anlässlich des Internationalen Frauentages in der halleschen Innenstadt.

Frauentag in Halle 2014Von Marktplatz aus zogen die etwa 50 Teilnehmerinnen bis zum Riebeckplatz. Zwischendurch gab es immer wieder musikalische Einlagen und kleine Theateraufführungen. Zudem wurden Sprüche mit Straßenmalkreide auf das Pflaster des Boulevards geschrieben. Ursprünglich sollten die Sprühe mit Sprühkreide aufgebracht werden. Dafür gab es aber keine Genehmigung.

DGB-Gewerkschaftssekretärin Anita Reinicke berichtete zudem davon, dass man sich demnächst mit Finanzdezernent Egbert Geier zusammensetzen will. Dabei wird es um einen geschlechtergerechten Haushalt gehen. Ziel sei es, die Ausgaben im Haushalt paritätisch zu verteilen. Reinicke appellierte zudem an die Frauen, sich am Bürgerhaushalt der Stadt zu beteiligen. Die meisten Vorschläge kämen dort derzeit von Männern.

In seiner aktuellen Videobotschaft würdigt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff den Internationalen Frauentag als „ein Ereignis von großer politischer Bedeutung“. Der Internationale Frauentag wurde erstmals 1911 begangen und findet jährlich am 8. März statt. Haseloff weist in der Videobotschaft auf die rechtliche, soziale und wirtschaftliche Benachteiligung von Mädchen und Frauen in vielen Gesellschaften hin. Haseloff: „Ihnen werden elementare Rechte verweigert. Sie führen kein selbstbestimmtes Leben. Der Internationale Frauentag ist ein nachhaltiges Plädoyer für Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit.“ In Deutschland sei zwar viel erreicht worden in den zurückliegenden Jahren. Aber die Gleichberechtigung von Frauen und Männern „ist noch lange nicht vollständig verwirklicht“. So verdienten Frauen „bei gleicher Arbeit weniger als ihre männlichen Kollegen. Es gibt noch immer Probleme bei der der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und Frauen sind in Führungspositionen gegenüber Männern weiter unterrepräsentiert“, so Haseloff. Deshalb fördere Sachsen-Anhalt gezielt qualifizierte Frauen. Haseloff erinnert in diesem Zusammenhang an das Mentoring-Programm der Landesregierung und den 2011 konstituierten Beirat „Frauen in Führungsfunktionen“. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Landesdienst soll auf 40% erhöht werden. Er sei zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. Haseloff: „Wir sind jedenfalls auf einem guten Weg, und der Internationale Frauentag ist eine zusätzliche Motivation, diesen Weg konsequent weiter zu gehen.“


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