Demo-Montag in Halle: „Merkel muss weg“ und „Refugees Welcome“

7. Dezember 2015 | Vermischtes | 9 Kommentare

„No Border, No Nation, Stop Deportation” und „Refugees are welcome here“, schallte es am Montagabend durch die hallesche Innenstadt. Das Bündnis „No Halgida“ hatte zu einer Demonstration vom Uniplatz zum Riebeckplatz aufgerufen.
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Anlass dafür war die dort zeitgleich stattfindende Montagsdemo der „Friedensbewegung Halle“. Dieser werfen die Initiatoren von No Halgida ein Bündnis mit Rechtsextremen vor, da auch die rechtsextreme Brigade Halle mit dabei ist, ebenso wie ein Mann, der im Internet Zeitschriften der Hitlerjugend vertickt sowie ein Ex-Blood&Honour-Kader, der gern gefakte Gruselgeschichten über Flüchtlinge verbreitet (Maritim-Hausmeister getötet, Mann im Maritim geköpft, Kinder im Maritim erschlagen). Das äußerte sich in Sprechchören des Demonstrationszuges wie „Nazis von der Straße fegen“.

Auf der Montagsdemo selbst waren Plakate wie „Merkel muss weg“, „Politadel abschaffen“, „Nein zur Nato, Nein zum Krieg“ oder „Geld regiert die Welt. Wer regiert das Geld?“. Nach Redebeiträgen unter anderem der Stadträtin Gisela Wagner (Ex-AfD) brachen die Teilnehmer zu einem Demonstrationszug durch das Charlottenviertel auf. Etwa 210 Teilnehmer meldet die Polizei für die Montagsdemo.

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„No Halgida“ stieß am Riebeckplatz auf die Kundgebung von „Halle gegen Rechts“. Zusammen wurde noch ein kurzfristiger Demonstrationszug über den Oberen Boulevard organisiert. Etwa 250 Teilnehmer waren hier laut Polizei insgesamt zu verzeichnen.

Die Kundgebungen auf dem Riebeckplatz verliefen friedlich. Hier kam es zu keinen Störungen. Im weiteren Verlauf wurde im Bereich der oberen Leipziger Straße Pyrotechnik abgebrannt. Zudem kam es in der Martinstraße zu einer Körperverletzung. Diesbezüglich wurden Ermittlungen eingeleitet.

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