Zu wenig Ordner: Demo „Gegen die iSLUMisierung der Silberhöhe“ abgesagt

12. Januar 2015 | Vermischtes | 5 Kommentare

Die geplante Demonstration „Gegen die iSLUMisierung der Silberhöhe“ ist abgesagt worden. Der Veranstalter konnte nicht, wie von der Versammlungsbehörde gefordert, zehn Ordner benennen. In zwei Wochen will der Islamkritiker nun einen neuen Versuch starten.
halgida
Laut Anmeldung hatte er für die Kundgebung am Gesundheitszentrum Silberhöhe und den Marsch durch den Stadtteil nach dem Vorbild der Dresdner Pegida-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) 50 bis 100 Teilnehmer mit Megafonen, Transparenten und Schildern erwartet. Laut Initiator sei man gegen Asylmissbrauch. Die Anmeldung für die Kundgebung war erst am Samstag bei der Polizei eingegangen.

Die Initiatoren erklären auf ihrer Facebook-Seite, sie seien keine rechtsgerichtete Gemeinschaft.“ Nur weil sie gegen die Islamisierung Europas ist hat das nix mit Ausländerfeindlichkeit zu tun“, heißt es. Zugleich wird aber ein Flüchtlingsheim in Halle-Neustadt mit den Worten in Frage gestellt: „Die Einwohner brauchen dringender Wohnungen ! Genug von uns leben auf der Straße.“ Zehn Prozent aller Wohnungen in Halle stehen allerdings leer. Zudem äußern sich in den Kommentaren auch schon von der Roma-Hetze aus der Silberhöhe bekannte Rechsextremisten, wie der Administrator einer inzwischen wegen Hassreden gegen Flüchtlinge gesperrten Facebook-Gruppe. Und auch der Mord beim französischen Satiremagazin „Charlie Hebdo“ nutzen die Initiatoren der Halleschen Pegida-Proteste für Polemik: „Da sieht man mal wie „friedlich“ einige Asylanten sind.“

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