Dank Uni: mehr junge Frauen als Männer in Halle

4. Mai 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Stadt Halle (Saale) ist dank ihrer Universität einmalig in Sachsen-Anhalt. Laut neuestem Demografiebereicht der Landesregierung gibt es bei jungen Menschen mehr Frauen als Männer.

Alle Landkreise seien von einem teils massiven Frauenmangel betroffen, heißt es im Bericht. „Einen „Frauenüberschuss“ konnte allein Halle als Universitätsstandort mit einem breiten Fächerangebot verzeichnen.“ In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen kommen auf 100 Männer 119 Frauen.

Auch dem Bevölkerungsschwund konnte vorerst Einhalt geboten werden. „Halle (Saale) hat zwar gegenüber 1990 kräftig an Einwohnern verloren, im Zeitraum 2007-2011 hat sich die Schrumpfung aber deutlich abgeschwächt, so dass man von einer positiven Trendwende sprechen kann.“ Im Jahr 2011, auf das sich der Bericht konzentriert, kam Halle auf ein Einwohnerplus von 1.458, was insbesondere auf den Zuzug junger Leute durch die Universität zurückzuführen ist.

Die Saalestadt sei ein attraktives Wanderungsziel für die 18- bis 24-Jährigen, führt der Bericht aus. Denn in dieser Altersgruppe kommt die Stadt auf ein Plus (Zuzug und Wegzug gegen gerechnet) von 82 Männern und 104 Frauen je 1.000 Einwohner. Solche Werte kann sonst keine Stadt in Sachsen-Anhalt bieten. Als einzige Kommune im Land kommt Halle zudem in der Altersgruppe der 25-29-jährigen Männer auf ein Plus von 2, dagegen ziehen mehr Frauen in dieser Altersklasse aus Halle weg als herziehen. Attraktiv wird Halle dann erst wieder bei den Über-65-Jährigen. „Angesichts des ausgesprochen negativen Wanderungssaldos bei den unter 18- und den 30- bis 49-Jährigen steht die Kommunalpolitik in Halle (Saale) vor der Aufgabe, die Familienfreundlichkeit der Stadt deutlich zu verbessern“, fordert der Bericht. Festgestellt hat der Bericht zudem eine deutliche Einwohnerschrumpfung in den Gemeinden des halleschen „Speckgürtels“.

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